World of Darkness

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 Alles über Waldelfen

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Kiraai Voom

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BeitragThema: Alles über Waldelfen   Do März 20, 2008 10:49 am

Was ist ein Waldelf?


Elfen zählen neben den Zwergen zu einer der wohl ältesten Rassen. Die Lichtelfen selbst behaupten, sie seien direkte Nachfahren jener Erstgeborenen, welche an Ostens Seite standen, um mit ihm im Krieg gegen seine drei Brüder zu bestehen. Genau weiß das heute niemand mehr, doch man kann davon ausgehen, daß sich die Waldelfen und die Lichtelfen aus ein und der selben 'Ur'Elfenrasse entwickelt haben. Die Waldelfen sind augenscheinlich enge Verwandte der Lichtelfen. Doch anders als ihre Brüder und Schwestern stehen sie in enger Verbindung zur Natur. Eigentlich kann man nicht einfach sagen, es sei die Natur, denn glaubt man den Erzählungen der Waldelfen, so handelt es sich um viel mehr. Und eben das unterscheidet die beiden Rassen. Die Waldelfen glauben an das 'La', die Natur des Waldes, die Wiege des Lebens. Ein Außenstehender, der nicht so aufgewachsen ist wie ein Waldelf, kann dies nur schwerlich bis gar nicht verstehen...
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Kiraai Voom

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BeitragThema: Re: Alles über Waldelfen   Do März 20, 2008 10:51 am

Anatomie, Aussehen und gewisse Eigenarten

Elfen haben an sich schon eine faszinierende, manchmal sogar bezaubernde Ausstrahlung auf die Mitglieder anderer Rassen. Ihre sprichwörtliche Schönheit und Eleganz sind weithin bekannt. So sind sie meist größer als Menschen, um die zwei Meter, und ausnahmslos von schlankem, feingliedrigem Körperbau. Ihre Gesichtszüge sind etwas schmaler als die eines Menschen, die Ohren verschieden stark oder schwach spitz zulaufend. Ihre Augen sind zumeist leicht Mandelförmig und sehr Ausdrucksstark, mitunter auch als 'unendlich tief' beschrieben. Allgemein fehlt ihnen sämtliche Körperbehaarung (Ausnahmen vorbehalten, jedoch meist nur spärlich), einzig ihr Kopfhaar sowie ihre Augenbrauen und Wimpern sind noch vorhanden. Bartwuchs gibt es unter den Elfen nicht, obwohl alte Erzählungen und Geschichten von Elfen berichten, welche die ersten Anzeichen von Bartwuchs zeigten. Jene Elfen sollen aber mehrere tausend Jahre alt gewesen sein, und ihre wahre Existenz bleibt nach wie vor zu bezweifeln. Das Kopfhaar selbst wird unter den Elfen meist lang getragen und zeichnet sich durch seine seidige, feine und zugleich strapazierfähige Art aus. Waldelfen unterstreichen dies durch ihre enge Verbundenheit zum Wald und der Natur. So haben sie zumeist einen blassen bis leicht grünlichen Hautton und fast immer ein verständnisvolles Lächeln auf den Lippen. Die Nahrung der Waldelfen beschränkt sich meist auf das, was ihnen der Wald bietet. Das pauschale Urteil, alle Waldelfen seien Vegetarier, ist allerdings weit hergeholt, denn Waldelfen gehen durchaus auf die Jagd. Allerdings stellt sich diese bei ihnen anders dar als z.B. bei einem Menschen. So verwehrten Waldelfen alles an einem Tier, das Fell für Kleidung, das Fleisch als Nahrung, die Sehnen als eben solche für ihre Bögen, die Knochen als Werkzeuge und stabilisierende Bauteile. Nichts wird einfach nur aus 'Spaß am töten' erlegt.

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BeitragThema: Re: Alles über Waldelfen   Do März 20, 2008 10:54 am

Die empathischen Fähigkeiten der Waldelfen

Die Wahrnehmung, also die Sinne der Waldelfen, unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht von denen eines normalen Menschen. So können Waldelfen aufgrund der Anatomie ihrer Augen auch bei wenig Licht noch verhältnismäßig gut sehen, was ihnen aber keine Sicht bei totaler Dunkelheit gewährt, da nur vorhandenes Licht 'verstärkt' wird. Zusätzlich haben Elfen aufgrund der Anatomie ihrer Ohren ein wesentlich ausgeprägteres Gehör, welches besonders wichtig für das Verständnis ihrer eigenen Sprache ist. Zum Beispiel hat das Wort 'badoc' viele Bedeutungen, wird dabei aber immer gleich geschrieben. Doch die Betonung der einzelnen Silben des Wortes machen den Unterschied. Diese Betonung ist für einen Menschen schon nicht mehr wahrnehmbar, was unter anderem eine Erklärung für die Schwierigkeiten sein mag, die Nicht-Elfen im erlernen dieser Sprache haben. Der Geruch und Tastsinn ist im Vergleich zum Gehör oder den Augen merklich weniger stark ausgeprägt, übersteigt dabei aber immernoch jenes des Menschen in gewisser Weise. Zusätzlich zu all dem haben Waldelfen noch eine Art 6.ten Sinn, welcher die Wahrnehmung und das 'fühlen' des Waldes angeht. Für einen Nicht-Elfen ist dies mitunter recht schwer zuverstehen, doch im Grunde ist dieser Sinn eine 'seelische Wahrnehmung'. Der Elf fühlt und spürt über seine Seele. Diese geistige, empathische Verbindung ermöglicht es einem Waldelfen, die Gefühle eines Tieres zu verstehen, zu erkennen wo es Schmerzen hat, oder es schlichtweg zu beruhigen. Magisch begabte Elfen zeichnen sich dadurch aus, daß sie jene seelische Wahrnehmung um ein vielfaches weiter ausbilden und auf weitere Wahrnehmungen ausweiten. So können sie schließlich mit ihrer Seele nicht nur fühlen, sondern beginnen mit ihr zu hören und sogar zu sehen. (siehe hierzu auch 'Elfenmagie')

Anmerkung: Dies oben beschriebenen empathischen Fähigkeiten sind auch auf andere Lebewesen übertragbar, also auch auf Menschen. Es ist natürlich kein Zwang, doch einige 'fühl'-emotes (z.B. *fühlt sich elend/mies/schlecht*) mit vielleicht einigen Andeutungen warum sich der jeweilige Char so fühlt erleichtern es einem Waldelfen PO und bietet eine Menge Möglichkeiten für weitreichendes RP.

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BeitragThema: Re: Alles über Waldelfen   Do März 20, 2008 10:59 am

Alter und Tod der Elfen

Das Alter von Elfen ist immer ein kleiner Schreck für ein Mitglied einer anderen Rasse. Sieht die zierliche Elfe, welche einem soeben aufgeholfen hat, auch nur nach etwa 19 Jahren aus, so ist sie in Wirklichkeit mehrere Jahrhundert Jahre alt. Am äußeren ist einem Elf dies meist nicht anzusehen, einzig ihre Haare verlieren mitunter ihre Farbe und gewinnen mit höherem Alter zunehmen ein leichtes Grau bis hin zu einem schlichten weiß... Elfen durchleben ihre 'Kindheit' in den ersten 100 Jahren ihres Lebens (vielleicht halten sie die Menschen deshalb auch allesamt für Kinder). In dieser Zeit lernen sie die Sitten ihres Volkes und alles, was in irgend einer Form relevant für sie ist. So finden sie unter Anleitung eines älteren Elfen Schritt für Schritt zu ihrem Seelenlied, lernen die Meditation und die komplexe Sprache der Elfen. Gleichzeitig werden sie in die Sippe eingeführt und tragen mit der Zeit immer mehr zur Allgemeinheit bei.

Danach treten sie in eine Phase ein, welche bei den Menschen mit der Pubertät vergleichbar ist. Diese ist unter Elfen aber eher etwas unkomplizierter, als unter den Menschen, doch immernoch Individuell unterschiedlich. Meist kommt es während dieser Phase zum ersten markanten Durchbruch ihres Seelentiers, welches sich in irgend einer Handlung äußert. Das Seelentier ist ein wesentlicher Teil eines jeden Elfen, doch nicht seine gesamte Persönlichkeit.

Ab einem Alter von um die 120 bis 130 Jahren ist ein Elf in der Lage, Nachkommen zu zeugen, und seine Kindheit gilt als mehr oder minder abgeschlossen. Die tatsächliche Lebensspanne eines Elfen hat nicht, wie bei den Menschen meist angenommen, etwas mit ihrer Art zu leben zu tun. Es ist nicht die Nahrung, und auch kein Fluch oder Segen. Es ist schlichtweg die Lebensaufgabe, die Aufgabe eines jeden Elfen, welche ihn existieren läßt. Natürlich fällt jene für jeden Elfen anders aus und kristallisiert sich meist eh erst während der Pubertät, manchmal auch erst Jahrzehnte später heraus, doch sollte sie eines Tages vollendet sein und der Elf keine anderweitige Aufgabe sehen oder besitzen, hört er schlichtweg auf zu existieren.

Dieser freiwillige Tod ist unter den Elfen nichts schlimmes, noch gefürchtetes. Auch ist es kein 'Selbstmord', wie viele Unwissende vermuteten. Häufig verabschiedet sich der Elf von seinen Freunden, Verwandten und seiner ganzen Sippe, erledigt die letzten, unverrichteten Dinge und begleicht alte, ausstehende Rechnungen. Dann sucht er sich einen ruhigen Ort, um an ihm in eine tiefe Meditation zu fallen. Waldelfen bevorzugen dafür gerne abgelegene Lichtungen und Haine. Hier meditiert der Elf dann, und löst seine Seele langsam von seinem Körper. Er selbst stimmt ein in das Seelenlied seiner Ahnen... seiner Vorfahren... und all jener Elfen, die vor ihm diesen Weg gingen. Sein Körper bleibt zurück und zerfällt innerhalb weniger Augenblicke, ohne den Halt des geistigen Lebenswillens. Im Bezug auf Verletzungen und Krankheiten scheinen Elfen ebenfalls unterschiedlich, fast übernatürlich zu sein. Doch es ist wieder ihre Lebensaufgabe, ihr 'Lebenswille', welcher sie von mitunter tödlichen Wunden und Krankheiten heilt und genesen läßt. Dies kann man als intuitive Magieform ansehen, welche unter den Elfen zum Alltag gehört. Das heißt aber nicht, daß sie nicht auch durch einen gewaltsamen Tod sterben können. In diesem Fall bleibt ihr Körper in der Form erhalten, in welcher er starb, da die Seele des Elfen gewaltsam und unfreiwillig von ihm getrennt wurde. Tritt etwas derartiges ein neigen die meisten Elfen dazu, ihre Toten zu beerdigen (siehe auch 'Natur/Religion')
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BeitragThema: Re: Alles über Waldelfen   Do März 20, 2008 10:59 am

Waldelfen und die Natur/Religion


Die Natur ist gleichzeitig die Religion der Waldelfen, wobei das Wort Religion eigentlich nicht wirklich paßt. Religion hat etwas mit glauben zu tun... doch die Waldelfen 'wissen', daß La da ist, da sie es fühlen.. Sie werden mit diesem Gefühl groß und lernen, es zu verstehen. Dies alleine dauert meist schon 30 Jahre, weswegen dieses empfinden wiederum schwerlich jemandem zu erklären ist, der es nicht kennt. Das oberste Gut der Waldelfen ist, wen wundert es, der Wald, genauer gesagt der Yew-Wald. In ihrer Sprache, dem Isdira, nennen sie ihn La. Das La ist ihre Heimat, ihr Ursprung, das, mit dem sie leben. Repräsentiert wird das La durch den sogenannten Tweldan'La, den 'Alten vom Wald'. Dies ist der älteste Waldgeist dieser Welt, auf geistiger Ebene die Seele des Yew-Waldes. Mit ihr stehen die Waldelfen in Verbindung, fühlen sie, fühlen was sie fühlt (im entfernten Sinne). Sollte z.B. irgendwo ein Waldbrand toben, so würden die Waldelfen es spüren weil der Wald 'Schmerzen hat'. Die Waldelfen glauben nicht an Götter, kennen aber mächtige Wesen (Osten z.B. ist ihrer Meinung nach mächtig, aber deswegen noch lange kein Gott). Götter in der Form, wie Osten von den Lichtelfen verehrt wird, gibt es für die Waldelfen aber nicht. Der Tweldan oder andere vergleichbare Waldgeister und Feen nehmen keinesfalls eine solche Stellung ein.

Aufgrund dieser oben genannten Verbundenheit sehen die Elfen sich und den Wald als gleichgestellt an. Verletzt nun also jemand den Wald, wird dies als ein Angriff auf sie selbst angesehen. Natürlich kann z.B. ein Mensch in den Wald gehen, und dort Holz hacken. Er sollte dies aber mit den Elfen absprechen, da sie genau wissen, welche Bäume gefällt werden können und sollten, und welche nicht (um z.B. einen alten Baum zu fällen, der den jungen Baumzöglingen das Licht zum Wachsen nimmt). Hält sich dieser Mensch da aber nicht dran, hat dies weitreichende Konsequenzen. Denn die meisten Waldelfen warnen einen Angreifer (und zu dem wird jener Mensch ja durch sein Handeln) zumeist nur einmal. Und sollte er dieses eine Mal nicht dazu nutzen, die Situation zu klären, oder sich zu entschuldigen, so wird der Waldelf ihn gnadenlos töten. Eine Schändung des Waldes und damit des Volkes der Waldelfen ist für sie einfach nicht akzeptabel...

Waldelfen selbst leben, wie schon erwähnt, mit dem Wald. Viele fragen sich häufig, woher die Waldelfen denn ihre Pfeile und Bögen nehmen. Natürlich, vom Wald, doch nicht auf diese Weise, wie ein Mensch. Sie gehen nicht mit der Axt dabei und fällen (und töten damit) einen ganzen Baum. Sie erhalten das Holz, welches sie brauchen, indem sie den Baum darum bitten. Dies erfolgt in einer Form von Meditation, in welcher sie eine Verbindung ähnlich dem "Sala'Sandra" (Seelenverbindung unter den Elfen) mit dem Baum eingehen. Dieser gibt ihnen, wenn er es für richtig bzw. von seiner Seite aus vertretbar hält, das Holz, welches sie benötigen. Es wächst sichtbar schnell aus seinem Stamm heraus, ohne das dieser dadurch Schaden nimmt. Dies kann er natürlich nicht andauernd machen, und so erhält man von einem Baum nicht eine unbegrenzte Menge Holz. Jede Abgabe zieht an der Substanz des Baumes und muß von ihm erst wieder erneuert werden, ehe man ihn erneut bitten kann.
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BeitragThema: Re: Alles über Waldelfen   Do März 20, 2008 11:00 am

Waldelfen und der Kampf


Dies ist ein heikles Thema, da die Waldelfen das Leben (und alles was dazugehört) achten und schützen wollen. Doch was ist wenn ein Lebewesen ein anderes bedroht? oder wenn die Monster aus den Tiefen der Erde La und seine Bewohner gefährden? In diesem Fall greift ein Elf zur Waffe um jenes zu schützen... und um die Bedrohung zurückzuschlagen, so wie er auch die Bedrohung durch einen Bäume fällenden Menschen bekämpft. Allerdings unterscheiden sich die Wege, welche die verschiedenen Waldelfen dabei gehen, doch merkbar. So wie ein jeder von ihnen noch immer ein Individuum ist, so individuell sind auch ihre Einstellungen dazu, wie man jenen Bedrohnissen begegnen sollte. Von diplomatischen Rednern bis hin zu recht wortkargen Scharfschützen findet sich fast jede Form innerhalb der Waldelfischen Kultur.

Der Wald bietet den Waldelfen eine der wohl gefürchtetsten Waffen. Den Bogen, im Isdira "Yar" genannt. Gemeinhin ist diese Waffe unter allen Völkern bekannt, aber die Elfen schafften die Perfektion dieses Gerätes: den Elfenbogen.

Von daher bevorzugt ein Waldelf eher den Fernkampf als den Nahkampf mit dem Schwert, denn aufgrund seiner im Vergleich zum Menschen zerbrechlichen Statur hat er im Klingenkampf meist die schlechteren Karten. Aber was soll eine Gruppe von Kriegern schon gegen einen Pfeilhagel machen, der aus dem undurchschaubaren Waldrand auf sie zufliegt...

Im Allgemeinen differenzieren die meisten Waldelfen aber zwischen dem Waldleben und dem Leben von Außerhalb, weswegen ein Elf auch durchaus in einen Kampf eingreifen wird, welcher außerhalb seines Heimatwaldes tobt, sollte er diesen in Gefahr sehen oder es einfach für gut und richtig halten. Da die Waldelfen ebenfalls der Magie mächtig sind, scheuen sie sich auch nicht davor, jene im Kampf, zum Angriff, Schutz und zur Verteidigung, einzusetzen. Natürlich beschränken sich die Magier der Waldelfen im Alltag auf rein Unterstützende Magie wie Schutz-, Heil- oder Gemeinschaftszauber. Doch vergessen viele, daß Elfenmagier aufgrund ihres natürlichen Verständnisses für Magie (ein Verständnis, daß für viele ein unverständliches Geheimnis ist) auch zu großen und extrem destruktiven Zaubern in der Lage sind. Und im Gefecht wird sich ein Waldelf kaum scheuen jene einzusetzen...
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BeitragThema: Re: Alles über Waldelfen   Do März 20, 2008 11:00 am

Waldelfen und Magie


Elfen haben allgemein ein grundsätzlich anderes Verständnis für Magie als andere Rassen. Für sie ist die Magie etwas allgegenwärtiges, dessen sie sich, aufgrund ihrer dafür wesentlich sensibleren Wahrnehmung, gewahr sind. Allerdings sehen sie die Magie aufgrund dessen auch gleichsam als etwas selbstverständliches an. Die Perfektion im Umgang mit der Magie ist unter den Elfen als 'Lehre der alten Künste' bekannt. Jene werden als 'alte Künste' bezeichnet, da das Wissen um sie mit den Jahrtausenden in Vergessenheit gerieten. Das Volk der Waldelfen zog sich damals mehr und mehr in die Wälder Yew's zurück, gleichsam nahmen aber die Lichtelfen häufiger Kontakt zu den Menschen und anderen Völkern außerhalb auf. So geschah es, das sich die wissenschaftlichen Lehren der Hermetik unter den Lichtelfen zusehends etablierte und die alten Weisheiten gänzlich verloren gingen. Einzig jene, deren Augen niemals geschlossen waren, bewahrten das Wissen, um es vor nun schon einiger Zeit wieder unter die Elfen zu bringen: die Waldgeister Yew's. So ist es kaum verwunderlich, dass jene alten Künste den einzigen Weg darstellen, den ein Waldelf zu gehen pflegt (wenngleich auch Lichtelfen jener nicht verwehrt ist), sollte er sich der Magie verschreiben. Denn für sie stellt die Hermetik nicht nur eine viel zu wissenschaftliche und subjektive Ansicht dessen dar, was sie fühlen, hören und sehen. Ebenso sehen viele von ihnen in der Hermetik den Verfall des Elfenvolkes, die 'Vermenschlichung', jene fragwürdigen Einfluß auf ihre Kultur und ihre Traditionen. Ein Elfenmagier der alten Künste gibt seine Macht nur selten gänzlich preis. Zumeist gesteht er gegenüber Außenstehenden (häufig jene Elfen eingeschlossen, die den hermetischen Lehren folgen) nur selten ein, dass es so etwas wie die 'alten Künste' oder eine elfische Lehre der Magie überhaupt gibt. Sollte er sich allerdings jener Fähigkeiten bedienen, so bedarf er keiner Zauberformeln oder Reagenzien. Ein Elfenmagier der alten Künste läßt jene Effekte zumeist ohne äußerlich erkennbare Regung geschehen. Selten bedient er sich einer Geste oder bloßen Augenkontakts, vielerlei Dinge passieren einfach, ohne dass sie mit jenem Elf direkt in Verbindung gebracht werden können.
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BeitragThema: Re: Alles über Waldelfen   Do März 20, 2008 11:04 am

Das Seelentier ist ein Teil des Elfen, ein wichtiger Teil, welcher seine stärkste Charaktereigenschaft widerspiegelt. Meist kristallisiert sich das Seelentier eines Elfen während seiner Pubertät, also mit 100 bis 130 Jahren heraus, manchmal aber auch erst sehr viel später. Dies geschieht auf vielerlei Wegen. So kommt es vor, daß Waldelfen ein Gespräch mit einem Vertreter der Rasse ihres Seelentiers führen oder das sie in einer extremen Situation bestimmte Züge jenes Tieres annehmen. Es sind Geschichten von Elfen bekannt, deren Hände zu Krallen wurden, deren Augen denen von Tieren ähnelten, deren Körper so leicht wurden, daß sie kurze Strecken regelrecht 'fliegen' konnten. Man erzählt sich aber auch, daß Elfen völlig von ihrem Seelentier besessen wurden, weil sie diesem einen Charakterzug zu sehr nachgaben. Sie wurden zu ihrem Seelentier...

Seelentiere = Isdira

Bedeutung

Biene / Imme /Fleiß
Wolf /Lara /Einsamkeit
Eichelhäher /Hainvaôr /Geschwätzigkeit
Elster /Oâna /diebisch
Esel /Onagya /Dummheit
Eule /'Hui /Weisheit, Verschwiegenheit, Wachsamkeit
Falke /Ku'ri /Selbstbewusstsein, Autorität
Fledermaus /Unya /Blindheit
Fuchs /Bhaselya /List, Schlauheit
Gans /Quäia /Eingebildetheit
Habicht /Veija /Raubgier
Hase /Banbhâ /Furchtsamkeit
Wildhuhn /Shenja /Mütterlichkeit
Wildhund /Diungo /Treue, Loyalität, Pflichtbewusstsein
Kaninchen /Bianbhâ /Fruchtbarkeit
Katze / Felje /Individualismus, Eigensinn
Kröte /Dena'/ Fürsorge, Erdverbundenheit
Lamm /Memirja/ Unschuld
Lerche /Shasanya/ Heiterkeit
Löwe /Rao'râ/ Würde
Maus /Diula/ Schwäche
Pfau /Fasanja /Stolz, Eitelkeit
Rabe /Oâ/ Unglück; aber auch Träumerei und seherische Begabung
Reh /Lairja/ Scheue, Schüchternheit
Schaf /Mâmirja/ Einfalt
Schlange /Sis/ Weisheit und Wissen aber auch Tücke
Schmetterling /A'dala/ vergnügtes Leben
Wildschwein /Morka/ Unreinheit
Spinne /Kla'gra/ Verschlagenheit, Tücke
Stier /Urgra/ Kraft
Taube /Yamayu/ Harmlosigkeit
Tiger /Rao'ra/ Wildheit
Wildkatze /Felja/ Einzelgängertum, Unabhängigkeit
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BeitragThema: Re: Alles über Waldelfen   Do März 20, 2008 11:12 am

Sprache der Waldelfen


Die Waldelfen kommunizieren in einer Sprache welche sie selbst 'Isdira' nennen. Für Mitglieder anderer Rassen klingen die Worte meist melodisch und harmonisch, Sätze können gar kleine Melodien ergeben und ein Großteil der bekannten Elfenlieder sind eigentlich nichts weiter als Erzählungen... Geschichten, gesprochen im Isdira. Der eigentliche Grund, warum Isdira für Mitglieder anderer Völker fast unmöglich zu erlernen ist, ist die Mehrbedeutung vieler Wörter. So hat das geschriebene 'Mandra' die Bedeutung Mana, Magie, magisch, Seelen- bzw. Geisteskraft usw. Für einen Menschen würde sich das 'Mandra' jedesmal gleich anhören, doch ein Elf erkennt aufgrund seines wesentlich feiner ausgeprägten Gehörs die Unterschiede in der Betonung und weiß somit, welche Bedeutung jenes 'Mandra' nun hat. Gleichzeitig ist es anderen Rassen fast unmöglich Isdira zu sprechen, weil sie eben jene Betonungen selber gar nicht hören und somit auch nicht formen können.

Heutzutage haben sich viele Elfen die Sprache der Menschen angewöhnt. Meist werden nur noch Bruchteile des Satzes in Isdira gesprochen, und häufig entsteht dadurch ein Wirrwarr von Wörtern, welches von einem Außenstehenden nur zum Teil verstanden werden kann.
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BeitragThema: Re: Alles über Waldelfen   Do März 20, 2008 11:12 am

Waldelfen und andere Rassen


Gegenüber jeder anderen Rasse verhält sich ein Waldelf grundsätzlich Neutral bis aufgeschlossen freundlich. Es gibt eigentlich niemanden gegen den ein Elf von Grund auf eine Groll hegt. Allerdings setzen alle Waldelfen bestimmte Prioritäten. An erster Stelle liegt ausnahmslos der Wald und die Sippe, deren Wohlergehen und Erhalt. Erst danach folgen Mitglieder anderer Rassen wie z.B. Zwerge und Menschen.

Anders sieht es dagegen bei unmittelbaren Konfrontationen oder Provokationen aus. Ein Aggressor oder jemand, der sich am Wald vergeht, zieht sich automatisch den Zorn der Waldelfen zu. Diese geben ihren Gegnern im Falle einer Schändung des Waldes nur selten mehr als eine Chance auf Entschuldigung, danach greifen sie zur Waffe... oder in ihren Reagenzienbeutel. Waldelfen sind aufgrund ihrer unglaublichen Begabung mit Fernwaffen und ihrer geheimnisvollen Magie ein Volk, welches sich und den Wald durchaus zu verteidigen weiß... und es weiß ebenso anzugreifen.

Liebesbeziehungen von Elfen mit Mitgliedern anderer Rassen werden zwar toleriert, doch sollte anzumerken sein, daß die Mentalität der Elfen eine ganz andere ist als beispielsweise die eines Menschen. Ein Elf lebt nahezu ewig. Und was geschieht, wenn der Partner stirbt? Häufig entsteht von Seiten des Elfen eine so starke und innige Verbindung, daß er mit seinem Partner in den Tod geht. Aufgrund dessen werden solche Beziehungen von anderen Elfen auch meist als gefährlich angesehen und nur mißmutig hingenommen, eben in Sorge um ihren Bruder bzw. ihre Schwester.
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BeitragThema: Re: Alles über Waldelfen   Do März 20, 2008 11:15 am

Kultur/Waldelfen untereinander


Die Kultur der Waldelfen kann als eine große Familie gesehen werden. Ein jeder anderer Waldelf wird immer als Bruder oder Schwester anerkannt, egal ob er zur selben Sippe gehört oder nicht. Die Sippe selbst, also jene Waldelfen im direkten Umfeld (Verwandte, Eltern, Kinder, Nachbarn) ist für einen Waldelfen alles. Er unterstützt sie, verteidigt sie und erhält sie nach besten Kräften. Diese Verbundenheit, welche man so eigentlich nirgends sonst findet, rührt zum größten Teil daher, daß die Waldelfen sich, ihre Sippe und den Wald, als eine Einheit sehen. Diese Philosophie begleitet sie von Kindesbeinen an und wird in jeder Sippe hochgehalten.

Es gibt keine Stände und keine Klassenunterschiede unter den Waldelfen. Für sie macht es keinen unterschied ob ihr Gegenüber Magier, Jäger oder Bauer ist. Einzig Alter und Erfahrung werden von ihnen geachtet. So zollen sie dem alten und weisen Magier zwar Respekt, behandeln ihn aber genauso wie den einfachen Bauern oder Jäger von nebenan. Dies gilt besonders in speziellen Situationen. So wird der Magier zwar respektiert, doch bei der Jagd wird der Erfahrung des Waldläufers der Vorzug gegeben. Dies bezieht sich aber nicht nur auf die Waldelfen untereinander. Sollte ihr gegenüber für seine Rasse verhältnismäßig alt sein, so würde ein Waldelf ihm mit Respekt und Achtung gegenübertreten, auch wenn er selbst hunderte von Jahren älter ist.

Ein wichtiger Teil der waldelfischen Kultur ist die Musik. Sehr viele Waldelfen beherrschen ein Instrument, bevorzugt Harfe oder Laute, oder sind hervorragende Sänger (was mit ihrer Muttersprache meist einher geht). Dieser hohe Stellenwert der hörbaren Künste rührt sich daher, daß die Musik aufgrund ihres Seelenliedes und allem, was darauf aufbaut, eine sehr angesehene Position unter den Waldelfen inne hat. Sie assoziieren viele Dinge mit gespielten Tönen und lassen sehr häufig ihr Seelenlied mit in jene Melodie klingen. Diese alte Kunst ist unter vielen Waldelfen bekannt und führt dazu, daß sie eine gewisse Form der 'Magie' über jenes gespielte Lied ausüben können, welche durchaus die Gefühle und Emotionen derer sehr stark beeinflussen kann, die ihr lauschen. und ein Großteil ihrer Geschichten erscheinen Außenstehenden wie Lieder. Doch dies kommt nur daher, das jenes ohnehin schon regelrecht gesungene und sehr harmonisch gesprochene Isdira in Verbindung mit jenen gespielten, untermalenden Melodien, genau jenen Anschein erweckt... und dabei erzählen sie doch nur eine kleine Geschichte.

Beziehungen unter Waldelfen sind nur im Ansatz mit denen unter Menschen vergleichbar. Wie alle Elfen widmen auch sie sich ausgiebig dem Liebesspiel. Homo- und Bisexualität sind dabei unter ihnen kein Thema der Diskussion, da jedem seine Freiheit gelassen wird, besonders in diesem Bezug. Sie kennen nicht diese ausgeprägten Schamgefühle, wie sie den Menschen eigen sind. Nacktheit ist unter den Waldelfen nichts schlimmes, da es die natürliche Erscheinung eines selbst ist. Doch dies gilt zumeist nur gegenüber anderen Waldelfen. Sehr selten tritt ein Waldelf schamlos vor das Mitglied einer anderen Rasse. Obwohl sie das Liebesspiel gerne, häufig und ausgiebig praktizieren, geht nur selten ein Kind aus diesen körperlichen Zusammenkünften hervor. In einigen Jahrhunderten zeugt ein Waldelf nur ein bis drei Nachkommen. Jedoch ist es noch seltener, daß Waldelfen einen festen Partner erwählen. Dies geschieht meist nur, wenn sie ihre Gefühle füreinander erkennen und ihren Drittnamen, den geheimen Namen in Verbindung mit ihrem Seelentier, austauschen. Dabei vollziehen sie zumeist einen kleinen Ritus, der vielleicht mit einer Ehe unter den Menschen vergleichbar ist, bei dem aber niemand sonst außer den beiden Elfen anwesend ist. Hierbei knüpfen sie einen Faden von ihrer Seele zu der ihres Partners. Diese völlige Offenbarung des Selbst, die völlige Auslieferung an den anderen, hält dann zumeist ein Leben lang, bringt aber auch große Gefahren mit sich. Sollte z.B. der eine eines unnatürlichen Todes sterben, so kann es geschehen, daß er den Partner mit sich reißt. Somit können die beiden Elfen an zwei völlig verschiedenen Orten sein: der eine stirbt und der andere folgt ihm unmittelbar... Sollte den anderen Partner nicht dieses Schicksal ereilen, so reißt entweder der Faden oder der Sterbende zieht einen Teil der Seele des anderen mit sich. Dies kann sehr schmerzhaft sein, doch ist es nur ein geringer Teil dessen, was den Elfen ausmacht, doch für andere Elfen ist dies durchaus spürbar. Es fehlen z.B. einige Töne des eigentlichen Seelenliedes... Sollte dies häufiger passieren, so kann der Elf zu einem seelischen Krüppel verkommen.
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