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 Hexen

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Kiraai Voom

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BeitragThema: Hexen   Fr Apr 04, 2008 11:37 am

HEXE stammt vom althochdeutschen Wort "HAGAZUSSA" ab, was soviel bedeutet wie: "HECKENSITZERIN". (Die Silbe "HAG" findet sich auch in der HAGebutte wieder, der Frucht der HECKENrose) Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Was macht die Hexe in der Hecke?

Die Hecke war, und ist, eine Abtrennung zwischen zwei Grundstücken. So hatten unsere mittelalterlichen Vorfahren die Vorstellung, daß auch das "Diesseits" vom "Jenseits" durch eine Hecke getrennt ist. Wobei man auch die Begriffe "Diesseits" und "Jenseits" im mittelalterlichen Kontext betrachten muß!

Aus dem Jenseits kommt, so die mittelalterliche Vorstellung, das "höhere" Wissen. Wissen, das nicht jedem zuteil war wie z.B. das Wissen zu Heilen, das Wissen über den Lauf der Gestirne, das Wissen um die Heilkraft der Pflanzen, das Wissen um das Wetter u.s.w.

Der Begriff "Hexen" oder "Hexer" beschreibt somit Menschen, die über besonderes und dem Menschen nützliches Wissen verfügen. Der Beruf Hexe/Hexer war sehr umfangreich und von der Bevölkerung gefragt und anerkannt.
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Kiraai Voom

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BeitragThema: Re: Hexen   Fr Apr 04, 2008 11:38 am

Hexen wurden immer gerufen, wenn jemand krank war, wenn ein Kind zur Welt zu bringen war, wenn die Saat nicht aufgehen wollte, wenn die Tiere nicht werfen konnten, und auch dann, wenn es Krisen in menschlichen Beziehungen gab, um nur die bekanntesten Aufgaben der Hexen zu nennen.

Hexen waren (und sind) somit z.B. Heiler und können als die Vorgänger unserer modernen Ärzteschaft betrachtet werden. Doch das ist erst der Beginn. Wenn eine Hexe eine Krankheit diagnostizierte (Anatomie; Pathologie) und eine Heilmethode vorschlug, konnte sie natürlich nicht einfach in eine Apotheke gehen und dort die Medizin kaufen. Sie mußte sich ihre Heilkräuter selbst pflücken und die Medizin auch selbst herstellen. Somit war eine Hexe zugleich Heiler, Biologe und Pharmazeut.

Hexen wurden (und werden) natürlich über zukünftige Ereignisse gefragt. Den Menschen in unseren Breiten war es für das Überleben eine unabdingbare Notwendigkeit, über das kommende Wetter Bescheid zu wissen. Hexen konnten diese in die Zukunft gerichteten Fragen über das Wetter sehr gut und treffend beantworten (Stichwort: "Wetterhexe"). Um diese Antworten geben zu können, mußte eine Hexe über umfangreiche Kenntnisse der Meteorologie verfügen. Auch als Eheberaterin und bei Lebensproblemen wurden Hexen konsultiert, was natürlich nur dann Sinn macht, wenn sie über die Psyche des Menschen Bescheid wußten...

Weiters seien hier die Aufgabengebiete der Hexen als Priesterinnen bei Geburt, Hochzeit und Tod und bei Anrufungen an die Natur nicht vergessen. Medizin, Anatomie, Pathologie, Biologie (insbesondere Botanik), Astronomie, Meteorologie, Psychologie, "Religion" und vieles mehr sind also die Tätigkeitsbereiche und notwendigen Wissensbereiche der Hexen.
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BeitragThema: Re: Hexen   Fr Apr 04, 2008 11:45 am

Hexen und Magie

Hexen und Hexenmeister waren nach landläufiger Ansicht ganz normale Menschen und konnten also nicht, wie überirdische Wesen, Götter, Feen und Geister ohne jegliches Hilfsmittel zaubern. Sie benötigten einen Zauberstab, einen Zaubertrank, bestimmte Kräuter, und natürlich bedurften sie auch eines Lehrmeisters oder einer Lehrmeisterin, von dem oder der sie ihre Künste lernten.

Die mündliche Überlieferung geheimer Rezepte und Fertigkeiten ist in entlegenen Teilen der Welt immer noch gang und gäbe und als die eigentlich "richtige" Methode des Lehrers anzusehen, zumal früher ohnehin die wenigsten lesen und schreiben konnten - mit Sicherheit jedenfalls nicht Hirten, Kräuterweiblein und sonstige Landbewohner, die sich mit unorthodoxen Heilmethoden und Zaubereien befassten.

Dennoch kamen im späten Mittelalter und gar bis ins neunzehnte Jahrhundert eine ganze Reihe von Schriften in den Ruch von Zauberbüchern, aus denen die Hexen und Hexenmeister ihr Wissen bezogen. Im stillen Kämmerlein studierten sie, wie man glaubte, die verschiedenen Rezepte und probierten sie im Geheimen aus. Dadurch entstanden dann angeblich Geister, Homunkuli, dienstbare Zauberhunde und alles nur erdenklich sonstige Teufelswerk.

Besonders berühmt war und ist in diesem Zusammenhang das ´Sechste und Siebte Buch Moses'; selbst heute noch wird es - sofern man es überhaupt findet - nur an Erwachsene verkauft. Gleichfalls als Zauberschriften galten manche Bücher des Paracelsus, in denen etwa erklärt wurde, wie man den Stein der Weisen erhalten könne, sowie die des Agrippa von Nettesheim.
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BeitragThema: Re: Hexen   Fr Apr 04, 2008 11:50 am

Elementarmagie (Luft,Feuer,Wasser,Erde )

Die Lehre von den 4 Elementen geht auf die griechische Naturphilosophie zurück. Die vorsokratischen Philosophen haben sich intensiv damit auseinander gesetzt, woraus die Welt gemacht sei.

Thales von Milet (ca. 624 -546 v.Chr.) nahm an, alles bestünde aus Wasser.

Anaximenes (ca. 585-525 v.Chr) nahm an, die Luft sei der Urstoff aller Dinge.

Empedokles (ca. 492-432 v.Chr.) schließlich entwickelte die Theorie der vier Elemente Feuer, Erde, Wasser und Luft, die sich durch Liebe verbinden, bzw. durch Hass wieder trennen.

Daneben entstand bereits zu Thales' Zeit und auch später bei Aristoteles die Annahme eines fünften Elementes, das als Ursprung der 4 Elemente gilt und alles Sein durchwebt: Der Äther.

Um zu verstehen, was Äther ist, ist eine Methapher am klarsten:

Der Äther ist eine Art Leinwand, die 4 Elemente sind die Farben, mit der auf der Leinwand gemalt wird. Ohne die Leinwand würden die Farben nur einen grauen Brei erzeugen, aber durch die Leinwand können sie Bilder und Formen erzeugen. Der Äther ist das zusammenhängede Grundgerüst, dass alles zusammenhält und verbindet. Es ist sozusagen der "Kleber", der den vier Elementen die Möglichkeit gibt, sich zu verbinden und so zusammenhängend etwas zu erzeugen. Damit ist es eigentlich kein Element!

Osten - Erde - Frühling

Der Osten steht für den Anfang, den Sonnenaufgang, deshalb ordne ich ihm den Frühling zu, der ersten Jahreszeit, die mit der Frühlingstagundnachtgleiche am 23.03. (da der Februar nur 28 Tage hat, kommt es hier zu einer leichten Verschiebung) beginnt (Anfang Sternzeichen Widder). Im Zentrum des Frühlings, wenn die Energie des Frühlings am stärksten ist (Anfang Mai, Beltane), regiert das Sternzeichen Stier, ein Erdzeichen. Deshalb ordne ich Frühling und Osten der Erde zu.

Süden - Feuer - Sommer

Im Süden steht die Sonne am höchsten, es zeigt den hellsten und wärmsten Teil des Tages an und damit ordne ich den hellsten und wärmsten Teil des Jahres, den Sommer auch dem Süden zu. Der Sommer beginnt zur Sommersonnenwende am 21.06.. Es ist der Beginn des Sternzeichens Krebs. Im Zentrum des Sommers (Anfang August, Lammas) regiert das Zeichen Löwe, ein Feuerzeichen. Dem Sommer ordne ich das Element Feuer zu.

Westen - Wasser - Herbst

Im Westen geht die Sonne unter, es wird dunkler und kühler. Deshalb ordne ich dem Westen den Herbst zu, wenn es dunkler und kühler wird. Der Herbst beginnt zur Herbsttagundnachtgleiche am 21.09. - dem Beginn des Sternzeichens Waage. Im Zentrum des Herbstes, zu seiner stärksten Zeit (Anfang November, Samhain), regiert ein Wasserzeichen: Skorpion. Ich ordne Herbst und Westen das Wasser zu.

Norden - Luft - Winter

Im Norden wandert die Sonne (bildlich) unter der Erde, es ist Nacht, die Zeit der Ruhe und der Dunkelheit. Deshalb ordne ich auch die dunkle und kalte Jahreszeit, Winter, dem Norden zu. Der Winter beginnt am 21.12. zur Wintersonnenwende, wenn das Sternzeichen Steinbock beginnt. Zu seiner stärksten Zeit (Anfang Februar, Imbolc) regiert ein Luftzeichen: Wassermann. Ich ordne Norden und Winter die Luft zu.

Soweit erstmal das grundlegende, die Verbindung der 4 Elemente zu den Himmelsrichtungen, Tageszeiten, Jahreszeiten, Sternzeichen und auch zu den 8 Hexensabbaten. Nun weiß ich bereits, wann welches Element am stärksten ist, sowohl über den Tag als auch übers Jahr verteilt und in welche Himmelsrichtung ich mich bei den Zaubern wenden muss. Außerdem sind die Gegensätze

Erde - Wasser
Feuer - Luft
jetzt klar, denn dieselben Gegensätze gelten auch in der Astrologie. Einem Wasserzeichen liegt immer ein Erdzeichen als komplettes Gegenteil gegenüber und einem Luftzeichen immer ein Feuerzeichen als Opponent.

Die Beziehungen untereinander

Gegensätze ergänzen sich:

Feuer braucht Luft (Sauerstoff) um zu brennen,
Ideale (Luft) brauchen Leidenschaft (Feuer) um verwirklicht zu werden.
Wasser braucht Mineralien (Erde) um Leben zu spenden,
Erde braucht Wasser, um Pflanzen wachsen zu lassen.

Wenn Gegensätze aufeinander treffen, können sie zusammen etwas neues erzeugen.

Im Uhrzeigersinn betrachtet braucht das folgende das vorherige Element und zerstört es dabei. Feuer braucht Holz (Erde) um zu brennen. Es zerstört dabei Erde. Vom folgenden Element Wasser wiederum wird es gelöscht.

Feuer zerstört Erde, Erde zerstört Luft, Luft zerstört Wasser, Wasser zerstört Feuer.

umgekehrt betrachtet:
Erde verstäkt Feuer, Feuer verstärkt Wasser, Wasser verstärkt Luft, Luft verstärkt Erde.

Wenn ich also zuviel Feuer habe, kann ich es mit Wasserenergie löschen.
Wenn ich zu wenig Feuer habe, kann ich es mit Erdenergie fördern.
Wenn ich ausgeglichene Feuerenergie habe, kann ich es mit Luftenergie kreativ umsetzen
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