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 hist.belegte Foltermethoden und Werkzeuge (Inquisi-FAQ)

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Kiraai Voom

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BeitragThema: hist.belegte Foltermethoden und Werkzeuge (Inquisi-FAQ)   Di Jun 24, 2008 3:05 pm

Eine Kiefern- oder Mundsperre war ein Folterinstrument im Mittelalter. Sie hatte in etwa die Form eines Trichters oder eine Röhre und diente dazu, zum Beispiel bei Verhören den Mund des Verdächtigten offen zu halten. Sie ist in gewissem Sinne das Gegenteil eines Knebels.


Verwendung [Bearbeiten]Die Mundsperre wurde eingesetzt, damit der Verdächtigte oder Angeklagte seinen Mund nicht schließen konnte. Je nach Verarbeitung und Tragedauer konnte die Mundsperre starke Schluck- und Kiefernschmerzen hervorrufen. Außerdem empfanden die Verdächtigten das Tragen der Mundsperre während der Verhöre oft als beschämend, weil sie dabei nicht mehr in der Lage waren, richtig zu sprechen. Überdies konnten sie ihren Speichelfluss nicht mehr kontrollieren, was die Verhörten noch stärker demütigte.

Häufig wurde die Mundsperre auch dazu eingesetzt, dem Verhörten gegen dessen Willen Flüssigkeiten jeglicher Art einzuflößen. Um ihren Stolz und ihre Selbstachtung zu brechen, wurden ihnen zum Beispiel Kot, Urin, Menstruationsblut, Erbrochenes oder Schweineblut eingeflößt, aber auch Säuren, die die Speise- und Luftröhre verätzten oder Teer, um den Gefolterten zu ersticken.


Eine Peitsche oder Knute ist ein Schlaggerät aus einem sehr schmalen Lederriemen oder Strick an einem mehr oder weniger langen Stiel. Den Griff einer Peitsche nennt man Knauf, der Strick oder Riemen wird Peitschenschnur oder Schlag genannt. Der Faden am äußersten Ende der Schnur heißt Treibschnur oder Schmitze.
Verschiedene Bauarten dienten lange Zeit als Folter- oder Bestrafungsinstrument


Die Daumenschraube, die in der Constitutio Criminalis Theresiana von 1769 als Daumenstock bezeichnet wurde, war ein Folterinstrument zur „Wahrheitsfindung“ der Rechtsprechung im Mittelalter und der frühen Neuzeit. Sie wurde bei einer peinlichen Befragung zur Erwirkung von Geständnissen eingesetzt.


Daumenschraube aus der Constitutio Criminalis TheresianaDabei werden der Daumen oder andere Finger in eine Zwinge gespannt und deren durch Gewinde miteinander verbundene Backen schraubenförmig zusammengezogen. Dieser Prozess ist äußerst schmerzhaft und nicht selten mit Frakturen verbunden, welche bleibende Schäden an der Hand verursachen können.

Sehr oft wurde diese Form der Folter zu Geständnissen bei der Hexenverfolgung eingesetzt.

Die Folter wurde oft von medizinfachkundigen Menschen durchgeführt, wobei die Daumenschraube nur so weit zugedreht wurde, dass die Finger gebrochen waren. Somit erzielte die Folter sehr häufig Geständnisse.


Der Spanische Bock (zuweilen auch als Spanisches Pferd oder Spanischer Reiter bezeichnet) .

Das Gerät bestand aus einem nach oben keilförmigen Holzbock, oft auch mit Metallzacken versehen, auf den die Folteropfer (meist Frauen und Mädchen) mit gespreizten Beinen gesetzt und gefesselt wurden, wobei deren Füße den Boden nicht berühren konnten und daher das gesamte Körpergewicht zwischen den Beinen getragen werden musste. Besonders während der Hexenverfolgung wurde diese verschärfte Art der Folter oft vom Richter angeordnet.

Darüber hinaus mussten die Gefolterten oft scharfe Peitschen- und Rutenhiebe auf Rücken, Brüste und Schenkel erdulden. Um die Wirkung der Folter zu verstärken, wurden mitunter Gewichte an die Füße gehängt. Dies führte zu schwersten Quetschungen und Rissen des Genital- und Verdauungsbereiches bis hin zum Tod.

Spanischer Stiefel, Schraubstiefel oder Beinschraube ist ein spätmittelalterlich-frühneuzeitliches Folterinstrument, das bei der peinlichen Befragung eingesetzt wurde. Es diente dazu, Geständnisse zu erwirken und gehörte somit zu den gebräuchlichen Mitteln der „Wahrheitsfindung."

Der Spanische Stiefel bestand oft aus zwei Eisenplatten, die dem Unterschenkel angepasst waren. Diese wurden um das Schienbein und die Wade gelegt und dann zusammengedreht – manche Versionen spannten lediglich den Fuß ein. Bei einfacheren Versionen wurde ein Holzklotz verwendet, der mit Eisenschienen beschlagen war, um so an den Gewindestäben geführt zu werden.

In den Spanischen Stiefel wurde der Fuß oder der gesamte Unterschenkel einzeln eingespannt, während immer wieder heißes Pech hineingegossen wurde. Häufig traten dabei Frakturen und Quetschungen auf.

Im Wienerischen hinterließ diese Foltermethode den Ausdruck: "Jemanden die Wadln viererichten" (Jemanden unsanft zu Wohlverhalten bringen

Die Streckbank (auch Folterbank) ist ein Folterinstrument. Sie gehörte zur peinlichen Befragung und galt als ein Mittel zur Wahrheitsfindung der Rechtsprechung. Die Streckbank war in Europa vom Mittelalter bis zum beginnenden 19. Jahrhundert im Gebrauch. In deutschsprachigen Gebieten war mit dem Begriff „Folter“ meistens die Folterbank gemeint.

Das auf einem langen Tisch liegende Folteropfer wurde an den Armen und Beinen gefesselt. An einem Ende wurde mit einem Handhebelrad das eine Seil, mit dem meistens die Arme in einer Schlinge gefesselt waren, langsam angezogen, so dass die Gelenke gedehnt oder die Knochen der Gepeinigten aus den Gelenken gelöst wurden. Das andere Ende hingegen, in welchem die Beine an den Füßen gefesselt waren, blieb unbewegt, oder Teile der Bank konnten auseinandergekurbelt werden.

Zum Teil wurden zugleich Feuer oder andere Werkzeuge wie glühende Zangen oder Kohlen eingesetzt.

Ein ähnliches Instrument wie die Streckbank ist die Streckleiter
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