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 Story of Carlini Graysmark † Ventrue Conseillor

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Carlini Graysmark

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Alter : 43
Anmeldedatum : 06.12.07

BeitragThema: Story of Carlini Graysmark † Ventrue Conseillor   Do Dez 06, 2007 5:54 pm

Oft werde ich gefragt, wie es mir in meinem Leben so ergangen ist und was passieren musste, damit ich so werden konnte wie ich heute bin. Aus diesem Grund sitze ich nun hier mit einer Wachskerze und einem Federkiel und werde die Geschichte meines Lebens und meines Todes zu Papier bringen....

Die Geschichte von Carlini Graysmark

Meine ersten Lebensjahre verbrachte ich mit meinen Eltern und meinem Bruder in einem kleinen, beschaulichen Dorf. Ich habe leider nur noch einige wenige Erinnerungen an diese Zeit, und auch diese verblassen immer weiter. Doch eines in diesem Dorf werde ich nie, niemals vergessen.

Der Abend bevor ich mit meinem Vater das erstemal auf den Markt in die benachbarte Stadt fahren sollte. Ich war sehr aufgeregt und als ich an diesem Abend zu Bett ging, wälzte ich mich unruhig hin und her. Plötzlich hörte ich das laute Klingeln der Kirchenglocken, was um diese Zeit nur bedeuten konnte, dass etwas schlimmes passiert sein musste oder passieren WÜRDE... Ich sprang aus meinem Bett, stiess mir meinen Kopf an und sprang fluchend zum Fenster.. Ich hörte wie mein Bruder hinter mir ebenfalls aufstand und nach seiner Waffe suchte. Ehe ich mich versah, stand unsere Mutter im Zimmer, packte uns und zerrte uns in Richtung Küche..
Von draussen drangen Geräusche von heulenden Kindern, weinenden Frauen und wild umherschreienden Männern in unser Haus.. Plötzlich mischte sich unter diese Geräuschkulisse noch ein weiteres.. Zuerst sehr leise, doch dann immer lauter höhrte ich das Heulen von Wölfen und ein lautes Fauchen und Knurren... Nun bekam ich wirkliche Angst....
Meine Mutter öffnete eine versteckte Falltüre im Boden unserer Küche, drängte meinen Bruder hinein und schlug die Falltüre zu.... Irgendetwas sagte sie von "Lykanern" und seid still. Dann versteckte sie mich in einer alten Kommode in unserem Hausflur.."Komm auf keinen Fall heraus. Egal was du hörst..." sagte sie.. Das waren die letzten Worte die ich jemals von ihr hören sollte...
Ich konnte noch wahrnehmen wie sie versuchte einen schweren Gegenstand vor die Haustür zu schieben. Das Knurren wurde immer lauter und plötzlich hörte ich einen lauten Knall, der das, was wohl unsere Haustür war, in Sägespäne verwandelte.
Meine Mutter schrie, wie ich sie noch nie hatte schreien hören, noch ein lautes Knurren, dann ein Fauchen und das Schreien erstarb..
Um nicht zu ebenfalls laut zu schreien, biss ich in meine Faust, bis ich den Geschmack meines eigenen Blutes wahrnahm..
In diesem Moment hörte ich das Knurren und heftige Atemgeräusche sehr nah an meinem versteck. Ich versuchte durch einen kleinen Spalt an der Tür etwas zu sehen doch alles schien dunkel zu sein. Bis ich merkte das es nicht die die Dunkelheit war die ich sah, sondern ein schwarzes Fell, das sich langsam an meinem Versteck vorbeibewegte. Ich wollte schon aufatmen, als ein lautes Knurren zu hören war und mich schlagartig zwei dunkle rote Augen durch den schmalen Türschlitz ansahen.. Ich war starr vor Angst...
In diesem Moment hörte ich meinen Vater rufen.. "Hey, du dreckiges Biest.. verschwinde aus meinem Haus....". Die beiden Augen wandten sich von meinem Versteck ab und ich hörte noch, wie das Lykanerding in Richtung meines Vaters sprang, der laut aufschrie.. Jetzt oder nie dachte ich mir, stiess die Tür meines Verstecks auf und fiel der Länge nach auf den Boden. Ich war über etwas gestolpert was wohl mal meine Mutter gewesen war. Ich rappelte mich wieder auf, lief so schnell ich konnte durch unsere Hintertür in den Garten und von dort direkt in Richtung eines kleinen Waldstücks..

Ich hörte Kampfesgeschrei und Wolfsheulen hinter mir und sah den Feuerschein, der von einigen brennenden Hütten erzeugt wurde.. Ich rannte und rannte so schnell ich konnte.. Und während ich rannte weinte ich.. Weinte vor Angst um meinen Vater und meinen Bruder, vor Trauer um meine Mutter....
Ich weiss nicht mehr wie lange ich damals gerannt bin, aber ich brach irgendwann erschöpft zusammen und blieb einfach an diesem Platz liegen, meine Augen starr geradeaus gerichtet - zu keinem Gedanken mehr fähig.. Dann übermannte mich ein langer, unruhiger Schlaf. Ich träumte von roten Augen, die näher und näher kamen, weissen Reisszähnen und den Schreien meiner Mutter. Ein schwarzes Fell näherte sich mir, kam immer näher bis es sich um mich legte sich gegen mein Gesicht drückte. Immer fester bis ich fast zu ersticken drohte. Ich merkte, wie mir die Luft wegblieb und sich das Fell um mich legte bis es schmerzte.. Dann wachte ich auf..

Doch die Schmerzen oder die Atemnot liessen nicht etwa nach, sondern wurden immer noch stärker und als ich die Augen aufschlug, blickte ich in die Gesichter von zwei ziemlich hässlichen Zeitgenossen. "Nimm ihm den Knebel wieder raus du Vollspack.. der erstickt uns noch und dann gibts mächtig Ärger!!!. Wie sollen wir denn jemals reich werden wenn wir immer nur Leichen abliefern !!!", sagte hässliches Gesicht nummer 1. "Ach was.. das passt schon.. ", erwiederte hässliches Gesicht Nummer 2. "AAAAHH.. der läuft doch schon blau an.. ". Ich merkte wie sich mein soeben wiedererlangtes Sehvermögen schon wieder verabschiedete, versuchte noch kurz die schwarzen Punkte in meinem Blickfeld zu zählen und fiel dann in Ohnmacht.

Das erste was ich wahrnahm, war ein angenehm warmes Gefühl und den Duft von frischen Rosen... Leicht irrtiert öffnete ich die Augen und blickte in ein blitzblank aufgeräumtes Zimmer wie ich es noch nie zuvor gesehen hatte.. Das Zimmer hatte helle Wände, hohe Fenster deren Oberkante leicht abgerundet war. Lange weisse, hauchdünne Gardinen hingen an den Wänden und bewegten sich im Wind leicht hin und her. In der Mitte des Zimmers stand ein Tisch mit einem frischen Strauss Rosen darauf. Ich selber war mit hellen weissen Laken zugedeckt.
Als ich versuchte mich zu bewegen spürte ich, wie meine Glieder schmerzten und ich fiel wieder in meine Ausgangsposition zurück. Also verlegte ich mich ersteinmal darauf, meine Gedanken zu sortieren und zu verstehen was mir zuletzt wiederfahren war. In diesem Moment öffnete sich die Tür des Zimmers und eine in weiss gekleidete Frau kam herein. "Oh, der kleine Mann ist mittlerweile aufgewacht... Ich denke wir haben uns viel zu erzählen..".

Wie sich später herausstellte, hatte diese Frau mich den beiden Halunken abgekauft. Hintergrund der Geschichte war, dass Sie selbst keine Kinder bekommen konnte und deshalb versuchte, sich auf anderem Wege einen Knaben zu beschaffen. So wurde Sie zu meiner Ersatzmutter. Sie war sehr wohlhabend und schickte mich auf die besten Schulen des Landes, wo ich eine herrvorragende Ausbildung genoss. Wobei ehrlicherweise darf nicht unerwähnt bleiben, dass ich diese Ausbildung hätte haben können. Ich nutzte die meist längerwöchigen Aufenthalte auf diesen Schulen eher, um in den umliegenden Wirtshäusern zu feiern und mich mit Damen aller Coleur zu vergnügen. Doch am Ende hatte ich meine Abschlüsse in der Tasche und kehrte mit einem lächelnden und einem weinenden Auge zu meiner Ersatzmutter zurück.
Über die Jahre hatte ich erfahren, dass sich Ihr Reichtum vor allem auf einem gutgehenden Bordell begründete. Mittlerweile machte mir dieser in einigen Augen doch recht verwerfliche Hintergund nichts mehr aus.
In einigen Briefen hatte sie jedoch bereits angedeutet, dass seit einiger Zeit etwas nicht stimmte. Immer wieder kam es vor, dass man eines der Mädchen Tod im Bett liegend und mit Bissspuren an Ihrem Hals fand. In der Zwischenzeit hatte meine Mutter herausgefunden, welcher Gast zuvor bei den Mädchen gewesen war und bat mich nun, mich nach meiner Rückkehr um das Problem zu kümmern. Ich hätte doch nicht umsonst zwei Jahre lang die unterschiedlichsten Kampfstile gelernt und bei den größten Wächterverbänden gearbeitet um jetzt einfach feige den Schwanz einzuziehen. Na gut sie hatte Recht.. Zum einen war ich im Schwanz einziehen noch nie besonders gut gewesen und zum anderen interessierte mich die Sache. Ausserdem konnte ich etwas Ablenkung von meiner letzten Liebelei mit einer smaradgrünäugigen Kauffmannsfrau gebrauchen.

So legte ich mich also eines Abends, als der Gast erscheinen sollte, auf die Lauer. Mein Versteck war ein Wandschrank in dem Zimmer des Mädchens und ich fühlte mich unangenehm an die Nacht zurückerinnert, in der ich meine Familie verloren hatte. Das Mädchen lag noch angezogen auf dem Bett, der Mond schien durch das Fenster herein und alles schien friedlich. Als es an der Tür klopfte, umfasste ich den Griff meines Breitschwertes, welches ich zur vorsicht bei mir trug, fester. Das Mädchen bat den Gast herein und begann sich zu entkleiden.
Gespannt wartete ich darauf was als nächstes passieren würde. Doch in diesem Moment hörte ich das klirren von Fensterscheiben, ein Knurren und Fauchen, dasa ich seit jener Nacht in meinem Dorf nie wieder gehört hatte.. Der Gast wirbelte herum und das Mädchen begann laut zu schreien.. Und dann sah ich es.. schwarzes Fell, weisse Reißzähne und wieder die glühenden Augen. Ich spürte wie der Hass in mir hochstieg. Wieder war ich in einem Wandschrank und wieder stand einer dieser Lykaner davor. Doch diesmal hatten sich die Kräfteverhältnisse geändert. Ich war nicht mehr der kleine, wehrlose und verängstigte Junge von damals. Mit einem lauten Schrei stiess ich die Tür des Schranks auf und sprang mit gezücktem Schwert heraus.

Das Ungetüm drehte seinen Kopf zu mir und knurrte laut.. Sein stinkender Atem brachte mich fast um den Verstand, doch ich war blind vor Wut. "Das ist für meine Familie" schrie ich und stürmte auf das Ungetüm zu...
Ab diesem Zeitpunkt geschah alles sehr schnell. Mein Schwert streifte den Arm des Monsters und als ich zum nächsten Schlag ausholen wollte, spürte ich, wie mich zwei Arme unter den Schultern packten und mich mit einer Kraft, die ich vorher noch nie erlebt hatte, in die Höhe hoben.. Ich wurde durch das Fenster geschleudert und flog.. Ich machte mich schon auf den harten Aufprall gefasst, doch ich flog immer noch.. Der seltsame Gast hielt mich fest umklammert und flog tatsächlich mit mir durch die Nacht.. Ich versuchte mich zu wehren, strampelte schrie, aber seine Arme hielten mich fest wie ein Schraubstock umschlossen.

Als ich merkte das ich völlig wehrlos war, ergab ich mich meinem Schicksal und verstand die Welt nicht mehr, als Häuser, Felder und Wälder unter mir entlangzogen....
"Man muss entweder völlig verrückt oder sehr mutig sein, wenn man als Sterblicher einen Lykaner angreift", sagte mein fliegender Schraubstock. "Ich bin von beidem einiges", erwiederte ich, woraufhin er kurz lachte.

Der Rest ist schnell erzählt. Er brachte mich zu Simone, einer Clanchefin von Vampiren wie sich später herausstellte. Noch an diesem Abend erfuhr ich einiges über Vampire, Lykaner und erhielt Einblick in eine völlig neue Welt. Zum erstenmal in meinem Leben sah ich eine Chance meine Familie zu rächen. So beschloss ich, ein Vampir zu werden, Simones Clan beizutreten und mein Leben fortan der Jagd auf Lykaner zu widmen.
Als Dank für Ihr einmaliges Angebot wurde ich Simones Wächter und habe geschworen, Ihr immer treu zu dienen, ihr jeden Tag zu sagen wie toll sie ist und immer auf ihr Wort zu hören.

Charakter
neugierig
hasst es sich festzulegen
ehrlich
ein bischen verrückt
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