World of Darkness

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 Was sind Drow , Part 2

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Daemona Kellner



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BeitragThema: Was sind Drow , Part 2   Mi Jan 02, 2008 12:20 am

Hier werde ich zimlich pingelig genaue Texte verfassen wie die Drow sammt ihren Göttern entstanden sind.
Es ist eine menge Stoff . Doch für die wo wirklich alles über die Drow wissen wollen könnte es hoch interesant sein.
Für den reinen Rollenspiel gebraucht reicht "was sind Drow , Part 1" vollkommen aus.
http://wod-therequim.hightoxic.com/beschreibungen-der-rassen-f14/was-sind-dunkelelfen-drow--t32.htm


Zuletzt von am Mi Jan 02, 2008 12:19 pm bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Was sind Drow , Part 2   Mi Jan 02, 2008 12:23 am

Vendui jal!
Seid alle gegrüßt!

Ein Bote aus der Oberwelt erreichte mich und bat, nach unterhaltsamem Zwiegespräch, um einige erklärende Worte zu meiner Rasse, unseren Sitten und Gebräuchen, unserer Geschichte und ähnlich informativen Dingen. Wenngleich wichtige Experimente meiner Aufmerksamkeit harren, so will ich denn doch von Zeit zu Zeit einige Zeilen an Euch richten, so daß Ihr die Wahrheiten über die dunklen Kinder Lolths, wie wir auch genannt werden, erfahrt. Auch wenn ich selbst schon einige Welten bereist habe, so will ich doch nur über meine Heimat - jene Länder, die Ihr die "Vergessenen Reiche" nennt, berichten.

Mein alter ego hat sich dazu entschlossen, Euch sowohl durch mich, als auch durch eigene Beiträge diese meine Rasse näher zu bringen. Ich denke, Ihr werdet sehr schnell feststellen, wer von uns beiden hier das Sagen hat ...
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Daemona Kellner



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BeitragThema: Re: Was sind Drow , Part 2   Mi Jan 02, 2008 12:25 am

Ilythiiri
Dunkelelfen - Srii-Tel'Quessir - Dhaeraow - Drow

Selbst nach Euren Maßstäben ist unsere Geschichte in den Reichen uralt. Als die elfische Rasse ihren Weg auf Toril fand, vor nunmehr 25.000 Jahren, waren es fünf große Nationen die entstanden. Uns, die Dunkelelfen, nannte man in der Elfensprache die Srii-Tel'Quessir, das wichtigste Reich nach seinem stärksten Stamm Ilythiir.
Die Geschichte der folgenden 15.000 Jahre hat verschiedene Erzählweisen erfahren und für gewöhnlich gibt man meinem Volk die Schuld an der vor etwa 11.000 Jahren erfolgten Verbannung von der Oberfläche. Dazu vielleicht etwas später, denn hier gilt es einiges richtig zu stellen.

Dieser Tage, wie Ihr sicher alle wißt, lebt der Großteil meines Volkes im Har'oloth, wie wir das Unterreich nennen. Unser Unterreich, denn der Spruch "Drow z'ress lil oloth lueth lil veldrin. Sarn! Z'hin kyone wund lil veldrin lueth dro. Tlu waela lueth ragar lil belbol del elghinn!"*, gemünzt auf Abenteurern die das Glück hatten, ein Zusammentreffen mit Angehörigen meiner Rasse zu überleben, kündet von unserer Vorherrschaft in den dunklen Regionen Eurer Welt. Nun, jedenfalls sind wir davon überzeugt.

Unsere Götter haben uns den Weg aufgezeigt um in dieser unwirtlichen Welt zu überleben und uns mit Magie ausgestattet, die selbst unsere "Vetter" an der Oberfläche erbleichen läßt. Die "Dunkle Mutter" wird Euch allen bekannt sein: Araushnee, die sich nach ihrer Verbannung den Namen Lolth gab. Sie wachte über unsere Rasse auf dieser Welt von Anbeginn der Zeit, d.h., nachdem sie Ghaunadaur als ersten unter den Drowgöttern abgelöst hatte. Eigentlich ist Ghaunadaur kein wirklicher Gott unseres Volkes, wie ich Euch noch darlegen werde. Dann ist da noch Lolths Sohn, Vhaeraun. Dieser Tage ein erbitterter Gegner seiner Mutter aus Gründen, die ich Euch noch erklären muß. Eine der Töchter Lolths wird vielen ebenfalls bekannt sein, Eilistraee, die "Dunkle Maid".

Die einzige, sogenannte "gute" Gottheit der Drow. Der "Champion von Lolth", Selvetarm ist der Patron aller Drowkrieger und wenngleich er nicht ein Kind der Dunklen Mutter ist, so ist er doch ihr loyalster Anhänger. Bliebe zum Abschluß meine Göttin, Kiaransalee, die "Vengeful Banshee" genannt, und die Herrin der Drowassassinen, Zinzerena. Zuviel Material um es in diesem einen kurzen Beitrag einzubringen, da werdet Ihr mir sicher zustimmen. So werde ich auch alsbald über die Götter im einzelnen, die Lebensart der Drow, unsere Gegenstände und ähnliches berichten. Für heute hoffe ich, in Euch Interesse an uns geweckt zu haben, ein Interesse das über die Nacheiferung des bekannten Renegaten hinausgeht.

Dunkle Grüße von der Akropolis,
Aluve, Zanan.


Auf ein Wort noch ...


Zanan wird Euch, aus ihrer Sicht, die Dunkelelfen der Vergessenen Reiche darlegen. Sie selbst ist eine Dienerin der Kiaransalee und daher achtet immer darauf, was sie sagt, damit nicht auch Ihr im Intrigennetz dieser Drowpriesterin endet.

Die Drow gibt es schon seit längerer Zeit, sie kamen aus der Greyhawk - Welt nach Faerun und haben sich hier zu neuen Höhen aufgeschwungen. Zur Spielerrasse wurden sie mit der Box: "Menzoberranzan", wenngleich viele lieber die Rolle des Romanhelden Drizzt do'Urden übernahmen als dem Ruf der Dunklen Mutter zu folgen. Mit der 3. Edition von D&D, meist kurz 3E (Third Edition) genannt, wurden sie schließlich in den Reichen eine ganz offizielle Spielerrasse, die, in eingeschränktem Maße, auch an der Oberfläche agieren kann. Dazu werde ich beizeiten einige Worte sagen, die jedoch keine Richtlinien sein sollen. Ein Großteil des existierenden Materials über die Dunkelelfen bezieht sich auf die 2nd Edition von AD&D, wobei wir davon ausgehen können, daß viele historische Fakten sich nicht ändern werden. Regeltechnisch ist einiges passiert und nicht alle nahmen die neuen Drow mit offenen Armen auf. Von Zeit zu Zeit werde ich einige Ideen zum Thema Drow einbringen, hoffentlich unterstützt von anderen dunklen Mitstreitern. Diese werden sich dann sowohl auf AD&D, als auch auf die 3E beziehen.
Bis dahin, viel Spaß in Euren Runden!

(Quellen: "Demihuman Deities" & "Cormanthor - Empire of Elves")
*"Drow beherrschen die Dunkelheit und die Schatten! Seid wachsam! Geht vorsichtig durch die Schatten und lebt! Seid unaufmerksam und empfangt das Geschenk des Todes!"
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BeitragThema: Re: Was sind Drow , Part 2   Mi Jan 02, 2008 12:32 am

Drow und ihr Glauben!

IT STORY:

Laßt mich nun einige Dinge aus dem "Buch über die Taten der Götter" zum Thema Lolth erzählen. Wenngleich es auch schwer fällt, so muß man unumwunden zugeben, das die "Dunkle Mutter aller Drow" ihren Titel auf dieser Welt nicht zu Unrecht trägt. So wie ihre Tochter mit ... - nein, diesen Namen werde ich nicht aussprechen - ... also zusammen mit ihrer Tochter Eilistraee war sie schon von je her eine Göttin, die die Geschicke der dunkelhäutigen Elfen lenkte und ihr Mann machte sie zur deren Patronin. Zu jener Zeit war sie nur eine unbedeutende Kraft im elfischen Pantheon, das manche Seldarine nennen. Immerhin stand ihr die Rolle als "Weaver of Destiny" zu und dabei webte sie bald Pläne, die ihr zu einer neuen Stellung unter den Göttern verhelfen sollte. Da sie - zu Recht natürlich - der Ansicht war, daß die elfischen Rassen unter Cor... - fast hätte ich es gesagt - ... der Führung ihres Mannes keiner aussichtsreichen Zukunft entgegengingen, verbündete sie sich mit anderen Mächten wie z.B. Malar, Gruumsh, Auril oder Ghaunadaur und wahr ziemlich nah dran, ihren Gatten zu stürzen. Allerdings nicht nah genug, um Erfolg zu haben. Die elfischen Götter verbannten sie und andere deshalb in den Abgrund, wo sich Araushnee den Namen Lolth gab. Es ist ein Zeichen ihrer Macht und Fähigkeiten, daß sie recht schnell zu einer starken Göttin wurde, weit stärker als sie es zuvor je gewesen war. Ghaunadaur versuchte zwar, sie kurz nach ihrer Verbannung zu besiegen, doch erwies sie sich als überlegen und es war am Ende das "Ältere Auge", daß halb verrückt vor Wut über seine Niederlage die meisten seiner eigenen Anhänger umbrachte! Somit sank seine Macht ab, während Lolth immer neue Höhen erklomm. Ihr Reich, die "Demonweb Pits" oder auch "Lolth's Web" genannt, nehmen einen ziemlich großen Teil des Abgrunds ein und jüngsten Berichten zufolge kann man die "Demonwebs" sogar schon als eigene Ebene ansehen. Und das will schon etwas heißen.

Eure Welt hat die "Demon Queen of the Abyss" nicht sonderlich interessiert, erst als eine Mondelfe den Weg in ihr Reich fand, um einen verlorengegangenen Freund zu finden, wurden ihre Augen wieder auf Abeir-Toril gelenkt. Denn obgleich die Heldin Erfolg hatte (unter Mithilfe Kiaransalees), so zeigte sie Lolth damit den Weg zu einem Potential, welches sie allzu lange vernachlässigt hatte: die kriegerischen Ilythiiri aus dem Süden Faeruns. Und gerade diese waren es, die den Lehren der Dunklen Mutter alsbald und auch gerne folgten, die die elfischen Reiche im Zuge der Crown Wars eroberten und gegen die hinterhältigen Goldelfen aus Aryvandaar und des späteren Vyshaantar Imperiums kämpften. Wie Ihr wußtet nichts davon, daß auch Goldelfen hinterhältig sein konnten? Oh, meine Freunde, sie konnten. Sie waren die schlimmsten Eroberer unter den hellhäutigen Elfen, sahen sich als überlegene Wesen an und versuchten ihre Nachbarn zu unterwerfen. Gelang das nicht auf politischem Weg, so wurde annektiert oder wie im Falle Miyeritars gnadenlos zerstört. Schaut auf die Landkarte der heutigen Reiche und sucht nach dem Gebiet der Hohen Bergheide. An jener Stelle blühte Miyeritar, eine dunkelelfisch-elfische Hochkultur, die sich dem Nachbarn aus dem Norden nicht beugen wollte. Die Vyshaan schickten ihre Hochmagier und diese entfachten einen magischen Sturm, der drei Monate lang über das Land tobte, es einebnete und fast alles Leben auslosch. Übrig blieb die Hohe Bergheide ...


Das Thema "Lolth" läßt sich nicht mit einem oder zwei Beiträgen abhandeln. Dazu ist zuviel über sie berichtet und niedergeschrieben worden. Zunächst konzentrieren wir uns auf die Vergessenen Reiche, in denen sie den meisten deutschen Lesern als "Lloth" bekannt wurde, eine Variante des Namens, die in der Stadt Menzoberranzan benutzt wird. Auch jene ist vielen von Euch sicher bekannt, sei es aus den Romanen um den Renegaten Drizzt do'Urden, die Menzoberranzan - Box oder etwa das gleichnamige Computerspiel. Wie Zanan richtig berichtete, war diese dunkelhäutige Elfengöttin zunächst als Araushnee bekannt, ehe sie ihrem Intrigennetz zum Opfer fiel und von Corellon Larethian in den Abgrund verbannt und zur tanar'ri (Dämonin) deklariert wurde. Wenngleich viele ihr die Gestalt eines Drow/Spinnen-Hybrids zuerkennen, so war sie doch ursprünglich eine Dunkelelfe, die wegen ihrer Vorliebe zum Weben die Spinnen als ihre Wahltiere auserkoren hatte. Lolth errang schnell den Status einer Göttin im Abgrund, wo sie einen gesamten Layer, das sogenannte 66. Level ("Lolth's Web", "Demonweb Pits") beherrscht. Im Rahmen des Wechsels zur 3E wurde das "Demonweb" aus dem Abgrund allerdings abgetrennt und scheint nun eine eigene Ebene zu sein. Das wäre natürlich aus Lolths Sicht ein immenser Erfolg und ihr Reich würde demnach einen Gegenpol zur Ebene des elfischen Pantheons bilden, "Arvandor".

OT:

Lolth, die auch als die "Demon Queen of the Abyss" oder die "Spider Queen" bekannt wurde, ist eine Intermediate Power (Goddess -> 3E). Aufgrund ihres Einflusses und ihrer Macht nicht zuletzt unter den Dunkelelfen auf verschiedenen Welten muß man sie wohl zu den mächtigsten aller Intermediate Powers in den Reichen rechnen, folgt ihr doch fast eine gesamte Rasse mehr oder weniger widerspruchslos. Sie hat Selvetarm und Kiaransalee als untergebene Gottheiten, wobei offenbar die Revenancer langsam aber sicher ihre Unabhängigkeit durchsetzt. Alle anderen Gottheiten betrachtet sie entweder als Feinde, oder aber als Konkurrenz - Ausnahmen bilden lediglich Loviatar, Selvetarm und Malar. Ihren größten Haß hat sie natürlich für alle elfischen Götter reserviert, die ihre Verbannung in jener sagenumwitterten Zeit verursachten.

Man muß darauf achten, den Abstieg der Ilythiiri und den von Araushnee nicht gleichzusetzen. Die Verbannung der Göttin geschah lange vor jedweder Zeitrechnung in den Reichen. Letztere beginnt etwa - 24.000 T.Z., als das Zeitalter der Drachen auf Toril zu Ende ging und die ersten Elfen diesen Mond erreichten. Der Abstieg der Dunkelelfen geschah erst um das Jahr - 10.000 T.Z. herum und hat mit Lolth nur indirekt zu tun. Doch dazu bedarf es einer langen Beschreibung der sogenannten Crown Wars, die auch nach dem "Abstieg" noch weitere 5.700 Jahre andauerten, also nicht allein den Dunkelelfen anzulasten ist. Dazu aber später mehr.

Lolth ist die vorherrschende Göttin unter den Drow und im Regelfall werden Spieler die im Unterreich auf Drow stoßen Lolthanhänger vor sich haben. Offiziell ist nicht bekannt inwieweit die Religion von Selvetarm in den Lolthhörigen Drowstädten geduldet wird, doch wird es wenn überhaupt nur sie und in Ausnahmefällen die der Revenancer sein, die nicht als Häresie deklariert und verfolgt werden. Priesterinnen der "Demon Queen" sind die Legislative und Exekutive in den meisten bekannten Drowstädten und genießen fast hundertprozentige Autorität. Sie anzugreifen bedeutet Lolth anzugreifen und das ist ein nichts anderes als ein Todesurteil für den Schuldigen.

Um diese Strukturen zu erläutern und verständlich zu machen bedarf es einer längeren Erklärung, die demnächst hier erscheinen wird. Bis dahin haltet Euch an Zanans Wahlspruch:

"Walk with honour in darkness!"

Quellen: "Demihuman Deities", "Monster Mythology", "Forgotten Realms Campaign Setting" (3E), "Evermeet - Island of Elves", Cormanthyr - Empire of Elves
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BeitragThema: Re: Was sind Drow , Part 2   Mi Jan 02, 2008 12:36 am

Die Underdarks ( Historisch )

IT Story:



Ihr wollt wissen wie alles begann? Auf Faerun? Überhaupt? Nun, vielleicht sollte ich mit der ältesten wirklichen Gottheit unserer Rasse anfangen, der ältesten die ich kenne. Dies ist natürlich nicht Lolth, sondern Kiaransalee!

Sie erreichte als erste der Drow die Unsterblichkeit, nicht als jene die den Tod meisterten, nein, als Göttin die über ihm steht! Die Revenancer stammt aus einer Welt namens Threnody, in der sie den Status einer Necromancer-Queen hatte. Ihr, mann, dem Leben im Tod nicht so zugetan, verbannte sie aus seinem Reich und beschwor damit seinen Untergang herauf. Denn bald schon kehrte die Dunkelelfe zurück und mit ihrem Heer aus Untoten übte sie Rache an ihrem ehemaligen Gemahl und seinem Volk. Daraufhin begab sie sich in den Abgrund und vollbrachte das Ritual, welches nur wenigen Sterblichen vergönnt ist: den Aufstieg zur Gottheit.

Somit war sie nun auch für die anderen elfischen Mächte nicht mehr angreifbar und um diesen Status auszubauen, verbündete sie sich mit den dunklen Göttern, Göttern wie Malar, Velsharoon, der Blood Queen und später den Mächten der Drow.

Unsere "Bücher der Taten der Götter" berichten davon, daß Kiaransalee einem anderen Gott, Orcus, der sich vor Urzeiten ihre Feindschaft zugezogen hatte, eine Ebene entriß, die Thanatos genannt wird. Der Prince of the Undead wurde vertrieben und man sagt, daß er es erst kürzlich wieder geschafft hat, seinen toten Körper zu beleben, ohne jedoch in die Reiche zurückzukehren. Allerdings verschaffte der Angriff der Revenancer auf Orcus uns die Gelegenheit, die Vergessenen Reiche zu besuchen, denn hier sind wir dafür zuständig, seine Diener und Abgesandten zu jagen und auszumerzen. Dies ist uns auch mit wenigen Ausnahmen gelungen.

Natürlich ist in dieser Eurer Welt die Macht der Dunklen Mutter weitaus größer als unsere, hat sie doch schon früh damit begonnen, ihre Rasse ihren Zielen zu verschreiben. Und nach Jahrtausenden ihrer Vorherrschaft ist es schwer für uns, einem solch festen und tief verwurzeltem Glauben Paroli zu bieten. Daher beschränken wir uns zunächst auf unsere Gebiete, unsere Stützpunkte und die Aufgabe, Orcus' Anhänger vom Antlitz dieser Welt zu entfernen.

Wo unsere Stützpunkte sind? Zugegeben, es sind derer nicht viele und nur einer ist wirklich bekannt, das Vault of the Gnashing Teeth, wie es jetzt heißt. Früher war es V'elddrinnsshar, eine Stadt der Lolth verehrenden Drow. Im Year of Many Bones (1278 T.Z.) überzog aus ungeklärten Gründen die sogenannte Ascomoid Pest die Stadt und innerhalb kürzester Zeit war sie nur noch bewohnt von Stille und Dunkelheit. 95 Jahre später kam, auf der Suche nach geeigneten Stützpunkten auf Faerun, die ehrenwerte "Reaper of Souls" Larynda Telenna nach V'elddrinnsshar. Auf Geheiß Kiaransalees baute sie hier einen Tempel zu Ehren der Revenancer, der, auf einem riesigen Stalagmiten gelegen, den Namen Acropolis of Thanatos bekam. In wenigen Jahren hatte sie ihre kleinen Schar an Begleitern vertausendfacht, hunderte Untote erschaffen und die Schädel der verstorbenen Drow in die Decke der Höhle implementiert, wo sie einen konstanten heiligen Choral singen.

Hier hat der Crusader Orden der Revenancer seinen einzigen Sitz in den Reichen, die Banshee Knights. Sie sind, wie der ganze Klerus der Lady of the Dead ausschließlich weiblich, nur geteilt in lebende und untote Dunkelelfen.

Die restlichen Anhänger Kiaransalees verteilen sich zwar auf die ganzen Reiche, doch mir ist nichts von einem weiteren größeren Tempel bekannt. Oft verdingen sich ansonsten unauffällige Priesterinnen ganz im Sinne der Göttin der Rache als Assassinen, andere suchen nach längst vergessenen Tempeln in den Tiefen Har'oloths.

Natürlich wollen wir nicht vergessen, daß es auf anderen Welten weit mehr dunkelelfische Anhänger der Revenancer gibt als auf Toril.

Die Einteilung der Götter hat im Laufe der Zeit Veränderungen erfahren, die im Falle von Kiaransalee von Demigoddess ("Monster Mythology") zu Demipower ("Demihuman Deities") und zurück zu Demigoddess ("FRCS") ist. Sie ist eine recht unbekannte Gottheit der Dunkelelfen, die nur den wenigsten Drow bekannt ist. Darauf sollte beim Rollenspiel geachtet werden. Selbst die Weisesten der Weisen kennen sie kaum und auch wenn ein Spieler schon etwas über sie gelesen hat, so ist dies beim Charakter mit Sicherheit nicht der Fall. Selbes gilt für Ghaunadaur, Selvetarm und Zinzerena. Für gewöhnlich werden alle Dunkelelfen mit Lolth in Verbindung gebracht, dieser Tage, wenngleich weitaus seltener, auch mit Eilistraee und Vhaeraun. Um dieses Wissen zu besitzen sollte es aber immer einen direkten Kontakt mit den jeweiligen Fraktionen gegeben haben.

Kiaransalees Reich ist nach AD&D das 113. Level des Abgrunds, genannt Thanatos (ihr Zugang zu Faerun, sozusagen). Laut dem "FRCS" der 3E lebt sie nun in den Demonweb Pits, hat aber, wie alle Drowgötter, Portale zu verschiedenen Orten des Abgrunds.

Offiziell gibt es von Kiaransalee nur einen Tempel in den Reichen, genauer gesagt eine Tempelstadt namens Vault of the Gnashing Teeth. Darin erhebt sich die Acropolis of Thanatos, bewacht von unzähligen Untoten, einigen tausend lebenden Drow, den Banshee Knights sowie einer Legion von Banshees.

Das Leben der Dunkelelfen dort ist bestimmt durch den ständigen Kampf gegen den Prince of the Undead, Orcus, der kürzlich ("Manual of Planes") seine Rückkehr in das Multiversum erreichte. Inwieweit dies Auswirkungen auf die Vergessenen Reiche hat bleibt abzuwarten. Wie schon in Faiths & Avatars nachzulesen ist: was Götter auf bestimmten Ebenen erreichen ist nicht notwendigerweise auch wichtig für Faerun. Nur wenn eine Gottheit völlig besiegt wird, auf allen Welten, dann verschwindet sie auch aus Faerun.

Zurück zu Kiaransalee. Die Acropolis befindet sich tief unter den westlichen Galena Bergen (Vaasa). Der Klerus teilte sich nach "Demihuman Deities" nur in drei Klassen auf, crusader, specialty priests (Yathrinshee) und Nekromanten. Eine Umwandlung des Yathrinshee Kits zur 3E steht noch aus, demnächst werde ich eine mögliche Variante anbieten.

OT:

Für die 3E empfehlen sich neben den üblichen Klerikern (die nach "Demihuman Deities" einzuschränken wären) nun die Mönchsklasse, Hexenmeister, Magier (Nekromanten), Black Guards, Assassinen, Divine Disciples, Divine Champions, Divine Seekers und Hierophants.

Bei allen Anhängern von Kiaransalee ist zu beachten, daß sie wegen dem ständigen Kampf gegen Orcus, eben nicht nur in Faerun, zu jenen Dunkelelfen gehören, die sehr oft die anderen Ebenen aufsuchen. Dahingehend werden sie, obgleich sie nur sehr wenige sind, zum Teil recht mächtig sein, als auch magische Gegenstände benutzen, die auf Toril recht selten sind. Da ihr höchstes Ziel das Erlangen des Status eines Untoten ist, muß man auch damit rechnen, daß hinter der schwarzen Fassade des dunkelelfischen Gesichts ein noch schwärzerer Abgrund lauert.

Die Reglementierung, daß nur Drow, und zwar lebende und untote Frauen, dem Klerus angehören kann man bei diesem Glauben auf Faerun durchaus übernehmen, denn die geringe Anzahl, die Abgeschiedenheit und strikte Ausrichtung des Glaubens würden dies stützen. Natürlich arbeiten auch männliche Dunkelelfen auf der Akropolis, doch erhalten sie keine direkte göttliche Führung.

Zur Geschichte der Anhänger Kiaransalees in den Reichen gibt es neben "Demihuman Deities" nur sehr wenig. Ihren Kampf gegen Zhengyi the Witch-King und seinen Cult of the Goats Head findet Ihr teilweise dort, teilweise in "The Bloodstone Lands" (TSR 9267) beschrieben. Zu Orcus steht einiges im "Manual of the Planes", doch wird Kiaransalee dort nicht beim Namen genannt, da es ein Core Rule Buch ist und die Reiche nicht direkt tangiert. Demnächst mehr zu der Priesterklasse für Kiaransalee und ein Beispiel - NSC.

(Quellen: "Demihuman Deities", "Monster Mythology", "Forgotten Realms Campaign Setting" (3E), "Manual of the Planes" (3E)
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BeitragThema: Re: Was sind Drow , Part 2   Mi Jan 02, 2008 12:37 am

Lloth - Historisch

IT Story:

Lolth. Dieser Name kann einem schon Angst machen. Man könnte meinen, diese Göttin sei verrückt, wenn sie ihre Gläubigen wieder und wieder gegeneinander aufhetzt, aber meine Freunde, es steckt ein tieferer Sinn dahinter, der diesem vermeintlichen Chaos innewohnt. Denn, und da werdet Ihr mir sicher zustimmen, letztlich kann nur der Stärkste gewinnen und nur die Besten überleben. Und genau das ist wohl das Ziel, eine Elite an Dunkelelfen, die der Dunklen Mutter hörig ist und mit der sie ihre Rachepläne verwirklichen kann. Ich frage mich dann immer, wann sie das nun in Angriff nehmen will, schließlich sind ja schon einige Jahre ins Land gestrichen. Doch was für uns Jahre und Jahrhunderte sind, ist bei ihr nur ein Augenblick. Schließlich ist sie eine Göttin.

Übrigens kann man sich mit den Priesterinnen recht gut unterhalten, wenn sie nicht gerade aus adligem Hause stammen und die dort vorherrschende Paranoia im Blut haben. Wißt Ihr, selbst hier mußte ich schon starke Differenzen unter den einzelnen Städten feststellen, denn nicht alle gehen mit dem gleichen Enthusiasmus an den innerfamiliären "Aufstieg" wie jene Adelsfamilien im fernen Menzoberranzan. In Acht nehmen sollte man sich vor ihren Glaubenskriegerinnen. Von denen gibt es nur wenige, so wie bei uns die Banshee Knights, doch werden die erst einmal losgelassen - wie damals beim Dark Court Slaughter - bleibt nicht viel stehen. Das schwebt Lolth wohl vor, wenn sie ihre Kinder so permanent aufeinander hetzt.

Wo war ich stehengeblieben? Die Crown Wars (Kronkriege)? Nun, das ist schon ein Kapitel für sich. Dazu sind wohl nur wir und die Darthiir fähig. Diese Goldelfen hättet Ihr einmal sehen sollen, kurz nach der Verbannung meiner Rasse! Angst haben sie gehabt, daß auch sie für ihre Taten bestraft werden, schließlich ist ihre Schuld nicht weniger groß. Ihre Hochmagier haben sie gejagt und ins Exil und den Untergrund gezwungen, weil sie denen die Schuld für ihre eigenen Taten anlasteten. Dabei waren sie alle Schuld, vorneweg der Clan Vyshaan aus Aryvandaar. Dieses eroberte, nachdem die Dunkelelfen weg waren, das gesamte Territorium der ehemaligen Elfennationen, mit Ausnahme von Keltomir. Dessen Ende kam dann mit dem Angriff einiger Drachen, irgendwann zwischen dem fünften und sechsten Kronkrieg.

Inzwischen suchten die Dunkelelfen in den Tiefen Eurer Welt nach einer neuen Heimat und es gerade diese, an die Verbannung folgende Zeit, hat den Haß der Drow gegen ihre elfischen "Verwandten" enorm angestachelt, denn Tausende starben, bis geeignete Siedlungsplätze gefunden und zahllose Monster aus dem Weg geräumt waren. Euch wird die Geschichte von Menzoberra "der Familienlosen" sicher geläufig sein, die mit ihren Anhängern aus der Dunkelelfenstadt Golothaer wegzog, nachdem dort religiöse Streitigkeiten zum Krieg geführt hatten? Das war vor fast 4500 Jahren. Auch wenn dies keine Geschichte aus der Verbannungszeit ist, Menzoberras Suche nach der neuen Heimat steht symbolisch für die Leiden unseres Volkes, das so kaum jemandem bekannt ist.

Es fällt stets schwer, die Motivation hinter Lolths Plänen zu erkennen, doch Zanan hat das wohl ganz richtig zusammengefaßt. Viele ihrer Aktionen, wie auch die ihrer Priesterinnen zielen auf die Vernichtung des Seldarine und er Oberflächenelfen ab. Natürlich lastet eine aus neutraler Sicht schwere Schuld auf den Ilythiiri, denn sie zerstörten, um ihre elfischen Gegner zu vernichten, deren Wälder und damit viele der Baumstädte. Ein Militarist dürfte hier nur mit den Schultern zucken und sagen: Krieg ist Krieg und die Ilythiiri haben nicht jeden angefangen. Wie dem auch sei, die Vyshaan und ihr Imperium schlugen mit nicht weniger Gewalt zu, und dies nicht nur gegen die Ilythiiri, sondern gegen alle ihre Nachbarn. Die Jagd auf die Hochmagier entspricht den Tatsachen, doch dazu bedarf es wohl einer längeren Ausführung zu den Kronkriegen, die noch folgen wird.

Die genaue Geschichte des Abstiegs wurde von Seiten der Drow nie richtig dokumentiert, doch kann man die Stadtsuche Menzoberras ("the Kinless") durchaus als ein Beispiel nehmen, wie verlustreich das Ganze für die Drow war, wie sie nun genannt wurden - egal ob sie vorher zum Stamm der Ilythiiri gehörten oder nicht. Menzoberras genaue Geschichte findet sich in der Menzoberranzan - Box und wie Ihr sicher richtig vermutet, Menzoberra ist die Namensgeberin für diese Stadt, der Name bedeutet nämlich "Menzoberras Heimat".

Sieben Familien waren dieser Hohepriesterin gefolgt, S'sril, Thaeyalla, Baenre, Masq'il'yr, Nasadra, Tucheth und Uusralla - doch durch einen Hauskrieg wurden alle bis auf S'sril, Nasadra und Baenre ausgelöscht. In einem Abkommen zwischen den Überlebenden wurden die Nasadras aufgefordert, sich eine neue Heimstatt zu suchen und so gründeten sie bald die Stadt Ched Nasad, die sie seit diesem Tag im Jahre - 3843 T.Z. uneingeschränkt beherrschen.

Doch zurück zu Lolth. Ihr Klerus besteht aus Crusaders, Klerikern und Specialty Priests (AD&D), was sich bei der 3E sicher etwas abwandeln dürfte. Da zu der neuen Edition noch nicht viel bekannt wurde, bezieht sich folgendes auf AD&D: Ein sehr geringer Prozentsatz des Klerus ist männlich, wobei diese Kleriker selten höher als bis zur 7. Stufe aufsteigen. Eine Ausnahme bildet wohl ihr zweitwichtigster Crusaderorden, die "Militant Myrlochar" (auch "Order of the Souls Spiders"), der nur aus männlichen Crusaders besteht, die allerdings meist an bestimmte Häuser in den Städten gebunden sind, in denen sie aktiv sind. Wie die Klasse der Specialty Priests ist auch der wichtigste Crusaderorden Lolths ausschließlich weiblichen Drow vorbehalten, die "Handmaidens of the Spider Queen" (auch "Daughters of the Yochlol" oder, sinngemäß "Dalharilen d'lil Yochlol"). Diese handeln unabhängig von Städten und Häusern, jagen Häretiker oder Elfen wo immer sie deren habhaft werden können. In der Geschichte der Drow haben die "Handmaidens" ihre geballte Kraft verwendet, um drei ganze Drowstädte zu vernichten, die aus dem Netz der Dunklen Mutter zu gleiten drohten.

Die Specialty Priests heißen "Arachne" (kein Multi-classing erlaubt) und gehören zu den stärksten Vertretern dieser speziellen Klasse bei AD&D. Mit Erscheinen der letzten Quellenbücher zu dieser Edition wurden i.P. alle reinen Kleriker Lolths die als NSC bekannt waren zu Arachnen umgewandelt, wie z.B. Triel Baenre, Mutter Oberin des gleichnamigen Hauses (P 20, Lolth). Kämpfer/Kleriker - bei Lolth wie allen anderen Drowgöttern eine zulässige Klassenkombination - blieben dies wie vorher. Anzumerken ist auch, daß Lolths Klerus auch einige wenige (Graue) Druiden beinhaltet, die allerdings nicht die Dunkle Mutter direkt, sondern den Gott Ibrandul anbeten, der während der Zeit der Unruhen von Shar getötet wurde. Ähnliches gilt für Kleriker und Specialty Priests von Moander, dessen Rolle Lolth in den Reichen ebenfalls übernommen hat.

Crusader (Zanan nannte sie Glaubenskrieger), die hier angesprochen wurden, sind eine Unterklasse des Klerikers und werden in "Faiths & Avatars" beschrieben.

Zur 3E: Es gab einige Änderungen im FRCS, die mit AD&D nicht ganz konform sind. So schaffte man jegliche männlichen clerics ab, ob dies den "Order of the Soul Spiders" betrifft ist noch nicht sicher. Die Arachnen werden wie die "Darkmasks" von Vhaeraun sicher zu einer Prestigeklasse umgewandelt. Wahrscheinlich werden neue Klassen (monk, ranger) und Prestigeklassen (Divine Champion, Divine Disciple, Hierophant, Assassin etc.) in den Klerus eingeführt, zumindestens nicht ausgeschlossen.
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BeitragThema: Re: Was sind Drow , Part 2   Mi Jan 02, 2008 12:38 am

IT Story:

Laßt uns nun ein wenig in der Geschichte voranschreiten und ein paar Worte zur sogenannten "Zeit der Unruhen" verlieren. Ich selbst weilte damals in Thanatos und erfuhr nur aus den Erzählungen anderer Glaubensschwestern davon. Die Akropolis war davon relativ unversehrt geblieben, doch in verschiedenen Städte soll wohl das Chaos geherrscht haben. Letztlich konnten die Priesterinnen wie auch die Magier nur wenig mit ihrer Magie bewerkstelligen ohne Gefahr zu laufen, daß sich ihre Zauber verselbstständigten oder unerwartete Effekte hervorriefen. Ich erinnere mich da an die Geschichte eines Mannes, der ein Dauerhaftes Licht wirken wollte und sich und seine umstehenden Partner in hell lodernde Fackeln und ... Aschehaufen verwandelte.

Aber ich schweife ab. Nur wenig Magie konnte gefahrlos verwendet werden und in Menzoberranzan glaubte ein Haus von Psionikern, daß ihre Stunde gekommen sei. Nun, letztlich zögerten sie zu lange und ihre Stunde kam. Dieses Jahr war allerdings wirklich bemerkenswert, denn nur wenig später rief die Mutter Oberin des ersten Hauses zum Krieg gegen eine Zwergenstadt auf, was immer sie dazu bewegt haben mag. Eine mir bekannte Priesterin meinte, daß dies wohl ein letzter Test der Yvonnel Baenre war, ehe sie in den engsten Kreis von Lolths Dienern aufgenommen werden sollte. Ha! Aufgenommen wurde sie schon, aber sicher nicht so, wie die Baenre es vorhergesehen hatte! Jedenfalls erschien Lolths Avatar in Menzoberranzan während jenen Tagen, wie auch eine ihrer Abgesandten, eine Yochlol. Eine Armee von Drow und ihren Sklaven marschierte also gegen Mithril Hall und dessen Verbündete, Truppen aus vier anderen Städten. Offenbar erwies sich Yvonnel Baenres ambitionsreicher Plan als weniger ausgearbeitet als sie es selbst vermutete und so versagte sie in diesem Test ihrer Göttin. Nun, nach allem was ich gehört habe, versagten weniger ihre Truppen, als daß letztere vom Licht des anbrechenden Tages überrascht wurden. Und da ein Teil der Drow an der Oberfläche kämpfte, um die Zwergenbinge einzukesseln, wurden sie so zum Rückzug gezwungen. Ein niederschmetternder Schlachtenausgang für die Dunkelelfen, möchte man meinen. Zumal ein Großteil der adligen Teilnehmer des Hauses Baenre von dem Feldzug nicht zurückkehrten. War nicht sonderlich gut für das Machtgefüge in der Stadt in jenen Tagen. Die Drow dort oben im Norden lieben ihre kleinen und großen Zwiste zwischen den Häusern und nun waren viele angeschlagen oder geschwächt worden, Tausende Sklaven tot. Doch, wie mir zugetragen wurde, hat sich die Lage schon seit einiger Zeit wieder normalisiert und - ich würde selbst gerne Näheres erfahren - jemand aus Menzoberranzan hat die Tiefengnome von Blingdenstone für ihre Unterstützung für Mithril Hall ausgelöscht. Somit zog das Jahr 1358 Ereignisse nach sich, die auch bis in die neueste Geschichte wirken. Denn in Blingdenstone fanden die Menzoberranyr Portale, die nach Cormanthor reichten, mitten ins Herz Myth Drannors! Verschiedene Gruppierungen nutzten und nutzen nun diese Portale und die Drow kehren langsam wieder an die Oberfläche Faeruns zurück.

OT:

Die "Zeit der Unruhen" (Times of Trouble / "Zeit der Sorgen"), wie Zanan sie nennt, und deren Auswirkungen waren in den ganzen Reichen zu spüren. Und auch wenn die Drowgötter mit den Taten Banes, Bhaals und Myrkuls nichts zu tun hatten, so waren sie doch davon betroffen. Lolth schlug ihren Vorteil daraus und sammelte noch mehr Macht an. So tauchte kurz nach jenen Tagen im Jahre 1358 T.Z. ein neuer Mythos in Menzoberranzan auf, wonach eine junge Drowgottheit in die Reiche zurückgekehrt sei, die dem Chaos und dem Mord ihre Aufmerksamkeit schenkte, Zinzerena the Hunted. Diese Demipower/-goddess der Assassinen gab es und gibt es wirklich, nur wurde sie von Lolth aus den Reichen vertrieben und nun, während dieser Zeit des Chaos, nahm die Spider Queen dieses Synonym an um weitere oder abgefallene Anhänger an sich zu binden. Inwieweit ihr dies gelang wurde bislang nicht dokumentiert.

Shar, die Göttin der Nacht, versteinerte und beseitigte somit den Gott Ibrandul, da dieser es gewagt hatte, einige ihrer Gläubigen abzuwerben. Die Göttin übernahm daraufhin die "Portfolios" dieses Gottes der dunklen Tiefen, doch nicht vollständig. Denn einige Druiden und Priester des "Laurers im Dunkeln" erhalten dieser Tage ihre Zauber von Lolth, die somit auch hier für die Stärkung ihrer Macht sorgt. Diese zumeist menschlichen und halb-elfischen Druiden sind die einzigen ihrer Klasse, die von den dunkelelfischen Göttern unterstützt werden.

Und noch ein drittes zusätzliches Standbein versorgt Lolth mit Gläubigen. Nachdem der Avatar Moanders von Olive Ruskettle, Alias of Westgate, Dragonbait und insbesondere dem Roten Drachen Mistinarperadnacles Hai Draco (kurz "Mist") getötet und somit der Gott wieder aus den Reichen entfernt worden war, eignete sich die Demonqueen dessen Einflußbereiche an: Tod, Verwesung und Korruption. Dies geschah vor allem deshalb, weil Menschen wie Elfen eine "natürliche" und historisch gewachsene Abneigung gegen alles Dunkelelfische hatten und Lolth somit nicht nahe genug kam, um sie zu konvertieren. Doch mit diesen natürlichen Dingen waren selbst Elfen vertraut und nicht wenige Anhänger "Moanders" fanden sich zusammen, dabei unwissentlich Lolth dienend ...

Es ist selbstredend, daß Lolth es liebt, Elfen in "ihren Reihen" zu wissen und ihrem ehemaligen Mann und nun meistgehaßten Feind Corellon seine Kinder "abzuwerben".

(Quellen: "Demihuman Deities", "Menzoberranzan - Boxed Set", "Heroes' Lorebook", "Monster Mythology", "Azure Bonds", "Siege of Darkness"; 3E - "FRCS")
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BeitragThema: Re: Was sind Drow , Part 2   Mi Jan 02, 2008 12:39 am

Die Waffen der Drow

IT Story:

Nun, um Euch nicht ständig mit trockener Geschichte und Religion zu langweilen, möchte ich heute ein wenig über die magischen Kleinigkeiten berichten, für die unser Volk so berühmt ist. Wie ich darauf komme? Vor drei Tagen, als ich in meiner Residenz in Ched Nasad weilte, sah ich, wie eine Lolthpriesterin einen ihrer Sklaven mit einer Fangpeitsche abstrafte. Sicherlich hatte er es verdient ... allerdings, um eine der Damen der Dunklen Mutter zu einem Zornausbruch zu verleiten fehlt allerdings auch nicht viel. Aber dieser Vorfall brachte mich auf den Gedanken, Euch ein wenig mit den interessantesten Dingen in Sachen Waffen und dergleichen zu informieren. Da wir gerade beim Thema Lolth sind, sollten wir mit den sogenannten Fangpeitschen (Whip of Fangs) beginnen. Diese Waffen, wenn man sie so nennen will, bestehen aus einem Griff aus Adamant, aus dem mehrere Tentakeln oder Arme herausragen. Diese sind magische Schlangen welche geistig mit der Trägerin in Verbindung stehen und jeden angreifen, der der Peitsche zu nahe kommen. Ich denke, ich habe schon fünf- oder sechsköpfige Peitschen gesehen, doch die meisten dieser Waffen haben weniger Arme. Meines Wissens sind sie eine Art Graduierungssymbol, d.h., wenn die Priesterinnen ihre Ausbildung abgeschlossen haben, bekommen sie entweder in den jeweiligen Akademien, oder aber von ihren Matronen Fangpeitschen als neues Statussymbol. Allerdings benötigen sie dazu stets die Einwilligung von Lolth und aus diesem Grund halten die Priesterinnen diese Waffe für ein Geschenk der Dunklen Mutter.

Natürlich sind Fangpeitschen in den meisten Fällen recht wirksame Mittel, um Untergebene abzustrafen. Allerdings, nach meiner Auffassung, eignen sie sich absolut nicht im Kampf Mann gegen Mann. Schließlich kann man die Köpfe, wenn man weiß wie, abschlagen und so die Waffen recht schnell unbrauchbar machen. Daher benutzen viele Priesterinnen im Nahkampf Streitkolben, Schwerter und Langdolche, nicht selten auch zwei Waffen gleichzeitig. Wo wir gerade bei diesen normalen Waffen sind, Drow benutzen fast immer Waffen aus eigener oder Duergarproduktion, letztere genießen den Ruf von besonders guter Qualität zu sein. Dabei bevorzugen Drow Adamant und Mithral als Material, welches sich hervorragend verzaubern läßt, wenn es nicht schon durch die Strahlung im Unterreich besondere Qualität erworben hat.

Aber zurück zu den magischen Waffen. Ohne Frage ist die bösartigste und zugleich effektivste Waffe in den Händen der Drow die sogenannten alartae und ulartae (Höhere und Meisterfangarmruten - Greater / Master Tentacle Rods). Geschaffen von den Priestern Ghaunadaurs und nur von diesen zu bekommen - auf die eine oder andere Art - stellen sie die tödlichsten Kombinationen von Waffen und Zaubern her, die ich je gesehen habe. Einfachere Varianten haben drei sogenannte Tentakelarme, die auf Befehl des Besitzers hin jedes Ziel innerhalb von 3 Meter Radius angreifen können. Alartae haben hingegen sechs, ulartae zehn Arme. Je nachdem, welche Farbe die Arme haben ist die Wirkung eines Treffers unterschiedlich, denn neben dem eigentlichen Schlag kommen noch Nebenwirkungen hinzu, die von Betäubung, Erblindung und Verlangsamung bis hin zu permanenten inneren und äußeren Verletzungen reichen, die nur durch Wunschzauber wieder behoben werden können. So das Ziel des Angriffs denselben überlebt.

Laßt mich heute mit den berüchtigten Todeslanzen schließen. Viele Wächter an den Stadttoren, oder auch jenen der hochrangigen Häuser, benutzen diese etwa zehn Fuß langen Lanzen (oder etwas kürzere Speere), die mit einer recht potenten Magie verzaubert sind. Nur ziemlich erfahrene Magier beherrschen das Geheimnis ihrer Herstellung und geben es auch nicht preis. Ich wurde mehrere Male Zeuge des Einsatzes solcher Lanzen und kann also aus eigener Erfahrung berichten. Ein Haus hatte damals mehrere formorische Riesen eingesetzt, um ein anderes Haus zu attackieren und dabei benutzten die Verteidiger die Speerform dieser Waffe gegen diese Monster. Die Waffe traf den Riesen im Brustkorb und sofort bildete sich um die Wunde eine Eisschicht, so als ob durch den Treffer zusätzliche Magie freigesetzt wurde, die das Blut gefrieren ließ. Dann schossen plötzlich dunkle Tentakeln aus dem Schaft gleich hinter der Spitze der Waffe und gruben sich in die Brust des Monsters, welches daraufhin laut aufschrie und in die Knie ging. So war es dann ein leichtes Opfer für die nun ausschwärmenden Drowverteidiger, die effizient ihre Arbeit verrichteten.

OT:

Drowwaffen sind, einfach gesagt, mit das Beste, was man neben elfischen und zwergischen Produkten erwerben kann. Genaugenommen sind sie meist beides. Duergar und Drow schließen sich nämlich oft zusammen und treffen Handelsvereinbarungen auf diesem Gebiet. Duergarstahl gilt als der Beste im Unterreich und am bekanntesten (nun, uns jedenfalls) ist der aus Gracklstugh, Der Stadt der Klingen. Über die Herstellungsmethoden und auch die Materialien gibt es allerdings seit jeher Streit. Und dies hat sich mit der neuen Edition mitnichten geändert. Bislang galt (AD&D), daß Drowwaffen, zumeist aus Adamant hergestellt, in jenem Moment gnadenlos zu zerfallen beginnen, von dem an sie dem Licht der Sonne ausgesetzt wurden/werden. Selbes gilt für Rüstungen. Über Duergarstahl, vermutlich eine Adamant-Mithril-Legierung, ist dergleichen nicht bekannt, auch nicht über die Duergarwaffen und deren Sonnenverträglichkeit.

Was das Zerfallen der Drowwaffen angeht, so gibt es eine rollenspielerisch-technische, wie auch eine hintergrundsgebundene Erklärung. Die erste ist relativ einfach: Drowwaffen sind/waren meist besonders gut, aus exzellentem Material und hochgradig verzaubert, es gibt Schwerter mit +6 Boni, +4 und +5 sind keine Seltenheit. Was davon unterreichsbedingt und/oder magisch ist, sei dahingestellt und wird auch meist nicht erläutert. Solche Waffen den "normalen" Spielern in die Hände fallen zu lassen ist sehr stark schädigend für die Gruppe und daher hat man den Zerfallsfaktor eingebaut. Gleiches gilt für Rüstungen. Drowkettenhemden, i.P. Elfenkettenhemden mit einer grundsätzlich um 1 besseren RK, können Verzauberungen von bis zu +5 tragen und wären in den Händen eines Diebes an der Oberfläche einfach unbezahlbar. Zumal sie, wenn man die Quellen kennt, weit häufiger zu bekommen sind als "normale" Elfenkettenhemden.

Was den Hintergrund angeht, so kam man auf die pseudomagisch-magnetische Strahlung im Unterreich. Diese nennt sich Faerzress und sorgt dafür, daß die Waffen und Rüstungen auf nichtmagischem Weg Boni bekommen, die sonst nur magische Dinge tragen. Je besser das Material und die Quelle des Faerzress, desto besser (und teurer) die Waffen. Ein Langschwert +6 ist im Handelsort Mantol-Derith für 100.000 GM zu haben. Bringt man sie jedoch aus dem Einflußgebiet des Faerzress, oder zumindestens des Unterreichs heraus, so verlieren die Waffen allmählich ihre Boni und, durch den Herstellungsprozess "bedingt", vertragen diese Waffen kein Sonnenlicht mehr. Dies gilt natürlich nicht für Zauber oder dergleichen, die Sonnenlicht imitieren.

Was die 3E angeht, tja, da beginnen die Fragen erst so richtig. Aus irgendeinem Grund kann man nämlich alles bisher Gesagte (und somit einen Großteil des Materials, was über die Drow geschrieben wurde) ad acta legen. Drowrüstungen wie auch Waffen zerfallen nämlich nicht mehr. Jedenfalls ist so der letzte Erkenntnisstand, den die Wizards preisgaben. Wieso und warum? Wer weiß!?! Wahrscheinlich hat es damit zu tun, daß in der 3E nun weit mehr Magie im Spiel ist als zuvor und auch an der Oberfläche Waffen auftauchen, die mit hohen Boni versehen sind. Anzumerken ist hier, daß alle bislang erwähnten Drow keine Adamantwaffen und -rüstungen benutzten, sondern solche aus Mithral. (Anmerkung: Mithril und Mithral ist dasselbe: das erste die deutsche, das zweite die englische Version)

Zurück zu den Dingen die Zanan beschrieben hat. Zu viele Werte darf ich hier aus verständlichen Gründen nicht nennen, außer den Tentacle Rods wurde auch noch nichts konvertiert. Fangpeitschen wie alartae und ulartae greifen von sich aus und unabhängig von der Priesterin bzw. dem Priester an. Dahingehend kann es durchaus sein, daß Fangpeitschen schlechtere ETW0s bzw. ABs als die Priesterin oder die Klerikerin haben. Diese letztgenannten Waffen leiden zudem unter dem Nachteil, daß ihre Köpfe mit RK und TP versehen sind und demzufolge verletzlich. Das macht sie in einer Schlacht recht unnütz und Zanan quittierte dies bereits. Nach AD&D dürfen übrigens alle Priester von Drowreligionen jedwede Sorte von Waffen verwenden. Eilistraeedamen bevorzugen Schwerter, aber sind in ihrer Wahl auch nicht eingeschränkt. Arachnen, die specialty priests von Lolth, benutzen zumeist Kurzschwerter, Langdolche, Streitkolben, Wurfspeere und Handarmbrüste, letztere beide mit dem üblichen Schlafgift versehen. Drow sind dafür bekannt, den Zweiwaffenkampf zu pflegen und dahingehend sind Priesterinnen auch nicht eingeschränkt. Fangpeitschen haben im Schnitt 1w4+1 Kopf, nur einmal taucht eine siebenköpfige Peitsche in der Literatur auf - in den Händen von Vendes Baenre.

Die ganzen Arten der Tentacle Rods zu beschreiben dürfte schon den ganzen nächsten Beitrag füllen und dies wäre wahrscheinlich höchst inoffiziell. Sie sind ein Produkt der Ghaunadaur-Priester und funktionieren nur in den Händen böser Priester und mit einem passenden Ring. Es gibt drei Unterteilungen, Lesser, Greater und Master Tentacle Rods, die sich durch Anzahl der Fangarme, dem Schaden den diese verursachen, den Zaubern und Wirkungen die damit verbunden sind und ihrem eigenen ETW0 unterscheiden. Warum nun mehrfach gesagt wird, daß diese Waffen so gefährlich sind? Nun, lest folgendes und fröstelt:

Ein Bernsteinfarbener Alartae besteht aus einem zwei Fuß langen Griff, aus dessen Ende sechs, acht Fuß lange peitschenhafte Enden hängen. Hat man den passenden Ring nicht aufgesteckt, so ist diese Waffe nichts anderes als ein normaler Flegel für Reiter. Trägt man den Ring jedoch, so verwandeln sich die Arme in bernsteinfarbene Bänder, die sich bis zu zehn Fuß Länge ausdehnen können. Benutzt man diese Waffe im Kampf, so schlagen die Arme blitzschnell jeweils mit einem eigenen ETW0 von 7 zu, ohne das man sie abwehren kann. Ein Treffer verursacht 6 Schadenspunkte pro Arm und sollten drei dieser Arme dasselbe Ziel in einer Runde treffen, so ist dieses betäubt und erleidet - 4 auf alle folgenden Angriffswürfe (drei Runden). Treffen den Unglücklichen alle sechs Arme innerhalb einer Runde, so wird sowohl er wie auch seine Seele "verbrannt" und er erleidet 4W4 zusätzliche SP, von denen 1W6 permanent sind. Alle Gegenstände, die das Opfer dabei trug oder dabei hatte, müssen einen RW gegen magische Feuer bestehen oder werden zerstört ...

Die Eigenschaften der anderen Fangarmruten sehen ähnlich aus, ulartae oder Master Tentacle Rods vereinen die Wirkung von verschiedenen alartae in sich und sind daher um so tödlicher. Mächtig? Oh ja. Zu mächtig? Nun, wer in den Analen der Reiche und den magischen Kompendien gesucht hat, wird weit interessanteres gefunden haben. Nur in solch geballter Kraft ist es selten.

Bislang wurden nur im Greyhawk - Abenteuer The Return to the Temple of Elemental Evil die Tentacle Rods erwähnt, natürlich in abgeschwächtem Muster. Denn offenbar lieben es die Wizards, ihren Helden alles mögliche zuzugestehen, aber den Gegner hier und da gern ein wenig Wind aus den Segeln zu nehmen.

Todeslanzen sind, wie gesagt, entweder Lanzen oder Speere und verursachen, neben dem normalen Waffen- auch zusätzlichen Kälteschaden. Zudem besteht die Chance, daß die der Waffe innewohnende Macht des Zaubers Energy Drain entlockt wird, die mehrfach darin gespeichert wurde. Um solche Lanzen herzustellen, bedurfte es bei AD&D Magier der Stufe 18+.

Quellen:
"Die Drow aus dem Unterreich", "Menzoberranzan - Boxed Set", "Demihuman Deities", 3E - "The Return to the Temple of Elemental Evil", "The Harrowing" (adventure im Dragon 01/02 2001), "FRCS"
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BeitragThema: Re: Was sind Drow , Part 2   Mi Jan 02, 2008 12:41 am

Lolths Klerus - Drowstädte - Yochlol und Draegloths

IT Story:


Laßt uns heute das Thema Lolth vorerst beenden. Die meisten Drowstädte, die mir bekannt sind, folgen dem Wort der Demonqueen und beherbergen neben einem großen Tempel, der in der Regel zur Ausbildung der Priesterinnen genutzt wird, auch noch viele kleinere Plätze, an denen zu Lolth gebetet wird. Jedes Adelshaus hat für gewöhnlich solch einen eigenen Tempel und wenn jemand, der an solchen Dingen wahrhaft interessiert ist, sein Wissen um die Baukunst der Dunkelelfen erweitern will, so muß er nach Guallidurth gehen. Die sogenannte Tempelstadt Lolths liegt unter der Wüste Calimshans und wird von eine Rat von 21 Adelshäusern regiert. Jedes dieser Häuser und auch die anderen in der Stadt haben eigene Tempel, ja sogar Kathedralen zu Ehren der Demonqueen errichtet. Über die Jahrtausende seiner Existenz hinweg ist deren Anzahl in die Hunderte angewachsen, nicht wenige fielen natürlich den internen Streitigkeiten zum Opfer und sind heutzutage nur noch Ruinen. Im Rahmen meines Studiums der Religionen wurde ich mit den Namen und Rängen der Priesterschaft Lolths vertraut gemacht und am Beispiel Guallidurths kann ich Euch diese erklären.
Zunächst zu den Adelshäusern. Diese werden gewöhnlich von einer Mutter Oberin oder einen Matrone geführt, ausnahmslos Hohepriesterinnen Lolths. Priesterin heißt auf Drow Yathrin und diesen Titel führen die Priesterinnen jeglicher Glaubensrichtungen der Dunkelelfen, wobei ich jene Vhaerauns und auch die Narren von Ghaunadaur davon ausschließen würde. Hat eine Priesterin den Rang einer Hohepriesterin erreicht, nennt man sie Yathtallar, unabhängig davon, welchen Titel sie sonst noch trägt. Der Klerus hat in den einzelnen Städten verschiedene Namen, in Guallidurth bezeichnet man ihn als Yom'y-yathrins. Die Ränge innerhalb der Tempelhierarchien in dieser Stadt tragen Titel wie Noamutha, Khalessa, Kyorla, Alura, Quartha, Talintha, Elamshina und Xundusa. Allgemein werden Mutter Oberinnen in den Drowstädten als Ilharess bezeichnet, was einfach nur "Mutter Oberin" bedeutet. Dies schließt ein, daß sie Hohepriesterinnen sind. Hat ein Drowhaus mehrere Hohepriesterinnen, so tragen all jene, die nicht Mutter Oberinnen sind den Titel Streea'Valsharess, "Schwarze Witwe". Besonders geweihte Priesterinnen nennen sich Arachne. Verwirrt? Nun, es ist ganz einfach: eine Hohepriesterin Lolths kann sowohl Yathtallar, Ilharess als auch Arachne sein, oder aber Yathtallar, Streea'Valsharess und Arachne. Meist genügt aber die Bezeichnung Yathrin, Yathtallar oder Ilharess, um die Damen zufrieden zu stellen.
Der ganze Glauben ist stark in Richtung des Geschlechts der Spinnenkönigin orientiert, Männer haben kaum eine Chance sich wirklich empor zu arbeiten. Im Klerus, wohlgemerkt. Als Kämpfer oder Magier sind Männer stets willkommen, aber auch als Opfer in Ritualen, in denen um die Gunst Lolths gebeten wird. Allerdings sind solche Opferungen nicht sehr häufig, wenn, dann bevorzugt man ohnehin Gefangene oder, noch besser, Elfen.
Zwei Dinge möchte ich noch anfügen. Lolth hat in ihrem Reich eigene Dienerinnen, tanar'ri, die Yochlol genannt werden. Diese Handmaidens of the Spider Queen dienen ausschließlich ihr und sind, so sagt man, ehemalige Priesterinnen, die der Göttin besonders zu Diensten gewesen sind. Deshalb schickt Lolth sie gerne auf die Materielle Ebene um ihren Willen kundzutun oder auf die Handlungen ihrer Priesterinnen Einfluß zu nehmen. Nicht selten nutzen dabei die Yochlol die Gelegenheit dazu, auf dieser Welt herumzustreifen und in einer ihrer verschiedenen Formen "auf die Jagd" zu gehen. Egal wo, Yochlol sind extrem gefährliche Gegner, die anders als man es von einigen Dunkelelfen gehört hat, sich niemals verraten und effektiv zusammenarbeiten.
Dann wären da noch die sogenannten Draegloths, eine Sorte Halbdämon, welche aus einer Vereinigung einer Priesterin Lolths mit einem tanar'ri entspringt. Das Erscheinen eines solchen Wesens wird als besonderes Glück und die Gunst Lolths für das Haus angesehen, welches mit einem Draegloth gesegnet wurde. Mir selbst ist noch keiner begegnet, doch sagt man, daß sie entfernt an Drow erinnern, recht groß gewachsen sind und neben zwei Armen noch zwei Klauen haben. Auch sollen sie klerikale Fähigkeiten besitzen, so man sie dahingehend ausgebildet hat. Aber ich will hier nichts Falsches berichten und belasse es wohl zunächst mit dem bisher Berichteten.


OT:

Für die Reiche ist uns nur von einigen Drowstädten eine genaue Lage der Städte dokumentiert, obgleich wir die Namen von mehr als 30 kennen. Natürlich ist uns Menzoberranzan, die Heimat Drizzt Do'Urdens und des Hauses Baenre am vertrautesten, doch war sie mitnichten eine wirklich wichtige oder große Stadt. Das kann sich mit der 3E allerdings ändern, eine neue Romanreihe wird sich erneut mit dieser Stadt beschäftigen ...
Für die Vergessenen Reiche sind folgende Städte aufgeführt:

Abaethaggar, Abburth, Baereghel, Charrvhel'raugaust, Chaulssin (100 Meilen westlich der Zitadelle Adbar), Ched Nasad (High Gap, Graypeak Mountains), Cheth Rrhinn, Dusklyngh (200 Meilen nördlich des Frozen Forest & 100 Meilen östlich von Anauroch), Eryndlyn (120 Meilen östlich von Illefarn), Faneadar, Guallidurth (70 Meilen WNW Calimports), Haundrauth, Ithilaughym, Jhachalklyn, Karsoluthiyl (200 Meilen westlich Baldur's Gates), Llurth Dreier (unter der Shaar), Luihaulen'tar, Maeralyn (20 Meilen westlich Tharsults), Maerimydra (100 Meilen westlich Zhentil Keeps), Menzoberranzan (100 Meilen westlich Silverymoons), Orlytlar, Sschindylryn (220 Meilen nördlich von Elversult), Sshamath (200 Meilen östlich von Scornubel), Sshanntynlan, Szithlin, Tlethtyrr, T'lindeth (Dambrath), Tyrybblyn, Uluitur, Undraeth, V'elddrinnsshar (West Galena Mountains), Waerglarn, Waethe Hlammachar, Yuethindrynn

Dies sind alles unterirdische Städte und die Lage ist natürlich nur "ungefähr" angegeben. Es gibt noch kleinere Ansiedlungen, auch an der Oberfläche, doch gehören die zumeist zu anderen Religionen und werden dann dort abgehandelt. Chaulssin existiert nur als halb-reale Stadt, denn sie ist auf die Ebene der Schatten gewechselt und ihr dortiger Verbleib ist noch nicht zufriedenstellend geklärt. Die Höhle, die die Stadt bisher beheimatet hat, ist zur Zeit einer der Zufluchtsorte des Drowwerschattendrachens Nurvureem. Ched Nasad als auch Sshamath und Menzoberranzan sind ausführlich in Drizzt Do'Urden's Guide to the Underdark (Das Unterreich) beschrieben, Menzoberranzan weitaus detaillierter in der gleichnamigen Box. Einige wenige Angaben zu Eryndlyn, Guallidurth und Karsoluthiyl finden sich ebenfalls im Unterreichsführer. Die Städte Bhaerynden, Cloibbra, Clorlyth'naa'tsheen, Golothaer und Obbolor gelten als untergegangen, ebenso Zanans Heimatstadt V'elddrinnsshar. Letztere ist jedoch derzeit wieder im Stadium der Besiedlung und ob die dortigen Drow die Stadt weiterhin mit ihrem alten Namen bezeichnen ist nicht bekannt.
Von allen aufgeführten Städten wissen wir, daß lediglich in Llurth Dreier eine andere Gottheit als Lolth verehrt wird, nämlich Ghaunadaur. Für Eryndlyn, Sshamath, Tlethtyrr und Waerglarn ist angegeben, daß neben dem Glauben von Lolth auch der von Vhaeraun "vorhanden" ist, in Eryndlyn wird die Religion von Selvetarm öffentlich praktiziert und ist der von Lolth untergeordnet.

Zu den Yochlol und Draegloth noch einige Ergänzungen.
Yochlols, die "Zofen Lolths", sind eine besondere Art von tanar'ri bzw. Dämonen, die ausschließlich Lolth dienen und von ihr geschaffen werden (?). Sie besitzen die Fähigkeit des Gestaltenwandels (Gassäule, Seilerähnliche Säule mit acht Tentakeln und einem Auge, Elf-/Drow-/Menschenfrau, Gaswolke oder Riesenspinne), verschiedene Zauber zusätzlich zu jenen der tanar'ri, Fertigkeiten eines Kämpfers der Stufe 6 und eine Stärke von 18/51. Wie bereits erwähnt, kämpfen Yochlol niemals untereinander, unterstützen sich auch, um an gemeinsame Ziele zu kommen. Sie verkünden den Willen Lolths und erscheinen oftmals bei wichtigen rituellen Beschwörungen. Vereinzelt durchschreiten Yochol auch solche inter-dimensionalen Portale und durchstreifen dann "frei" die Materielle Ebene, wo sie nach Lust und Laune Unheil stiften können, aber durchaus auch ein ganz "normales Leben" führen, ohne das jemals jemand bemerkt, welch eine Kreatur sich unter der Oberfläche verbirgt. Sehr nützlich ist dabei ihre Fähigkeit, die eigene Gesinnung völlig zu verdecken und selbst einem Paladin den Hof zu machen ...
Warum die Yochlol dies tun und warum Lolth dies hinnimmt ist nicht geklärt, genauso wenig wie die einzelnen Ziele der Zofen. Letztlich können die Dienerinnen der Dämonenkönigin so vielerlei Informationen über die Oberfläche gewinnen.
In der 3E hat man, wie bei vielen anderen "Monstern", die Yochlol in ihren Fähigkeiten reduziert, nicht zuletzt auch die Gesinnungstarnung. Warum dies geschah oder ob man es im Rahmen des Weglassens der Monsterbeschreibungen "vergessen" hat sei dahingestellt.

Draegloths sind reine 3E - Wesen, die den lasziven Abschlußveranstaltungen der Priesterakademien entspringen. Dort darf die beste aller Priesterinnenschülerinnen einen tanar'ri beschwören und Dinge tun, die im ersten der Drizztromane (Homeland) auch nicht ausführlicher beschrieben werden ...
Resultat ist, so Lolth will, ein Draegloth (Large Outsider). Diese Wesen sind eine Mischung aus Drow und tanar'ri, was sich in ihren Fähigkeiten widerspiegelt. Sie favorisieren die Magier- oder die Klerikerklasse, letzteres offenbar konträr zu der Vorgabe des FRCS, daß Lolths Klerus ausschließlich weibliche Kleriker hat. Zum Geschlecht der Draegloths wird (natürlich) nichts gesagt.
Ein solches Wesen in seiner Familie zu haben gilt als besonderes Omen und eine Gunstbezeugung von Lolth.


Quellen

"Die Drow aus dem Unterreich", "Menzoberranzan - Boxed Set", "Demihuman Deities", "Drizzt do'Urden's Guide to the Underdark", "The Shining South" 3E - "FRCS", "The Harrowing" (adventure im Dungeon 01/02 2001), "Lords of Darkness", "Monsters of Faerun"
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BeitragThema: Re: Was sind Drow , Part 2   Mi Jan 02, 2008 12:43 am

Die Sache mit den Dridern

IT Story:

Da wir letztens über die Yochlol und Draegloths gesprochen haben, sollten wir diese Spinnenviecher auch nicht vergessen. Wie Ihr wißt hat Lolth eine Vorliebe für dieses Getier und wann immer Ihr eine Drowstadt unter der Herrschaft ihrer Priesterschaft betretet, werdet Ihr Zeugnisse für die Verehrung von Spinnen finden. Darüber kann man natürlich geteilter Meinung sein, aber selbst ich habe diese filigranen Netze der Arachniden zu bewundern gelernt. Wie man Spinnen lieben kann? Nun, Lolth war die "Weberin des Schicksals", als sie noch Araushnee hieß. Ich denke, daß Spinnen schon damals symbolhaft für ihre Handwerkskunst stand, die in der Tat beachtlich ist. Warum ihr lieblicher Gatte sie der Legenden nach in ein Spinnenwesen verwandelt hat wird wohl immer sein Geheimnis bleiben, aber diese Hybridform scheint eine magische Anziehungskraft zu besitzen. Lolth selbst liebt es natürlich, die Kinder ihres ehemaligen Mannes nun mit ihren Lieblingen zu jagen und diese ihre Vorliebe hat natürlich auch auf die Religion abgefärbt. Ich glaube nicht, daß jeder Drow, nicht einmal alle ihre Priesterinnen von derselben innigen Liebe für diese Viecher besessen sind. Natürlich zollen sie ihnen Respekt, da sie als Inkarnationen Lolths stehen, aber ansonsten? Allerdings habe ich noch keine Priesterin Lolths danach gefragt, aus verständlichen Gründen.
Zurück zu diesen Kreaturen, die da Drider oder Drinnen genannt werden. Die übliche Geschichte ist die, daß Lolth besonders fähige Drow, männlich wie weiblich, einem Test unterwirft, den sie zu bestehen haben. Dabei werden nicht die Fähigkeiten des jeweiligen Dunkelelfen, sondern dessen Loyalität zu Lolth geprüft. Welche gedankenbrechenden Zauber dazu eingesetzt werden, könnt Ihr Euch sicher denken. Zeigt jemand dann die fehlende "Einstellung", wird er in einem langen und schmerzhaften Verfahren in einen Drow-Spinnen-Hybriden verwandelt, eben jene Drider. Er oder sie behält seinen Oberkörper, seine Arme und all seine Fähigkeiten, sein Unterleib wird allerdings der einer riesigen Spinne. Während der Verwandlung werden auch der Geist einer blutlüsternden Spinne in den Drow gepflanzt, so daß diese Monster dann unermüdlicher Jäger werden, da sie sonst bald verenden. Natürlich erfüllt Drider ein unerbittlicher Haß gegen die Drow und Lolth, die ihnen dies angetan haben, doch wissen einige auch, daß nur Lolth (und einige ziemlich teure Zauber, wenn mir die Bemerkung erlaubt sei) in der Lage ist, den Vorgang umzukehren. Diese wenigen arbeiten dann trotz allem mit den Drow zusammen, um Lolths Gunst zurück zu erlangen.
Der Großteil der Drider allerdings haßt die Drow und sie werden zu unerbittlichen Feinden und tödlichen Gegner für jeden, der im Har'oloth unterwegs ist. Sie sind leise, gewandt und zudem mit den magischen Fähigkeiten ausgestattet, die sie zum Zeitpunkt ihrer Verwandlung besaßen. Ich selbst hatte schon das Vergnügen, einige von ihnen in die nächste Welt zu schicken, doch seid gewarnt! Wer unvorbereitet im Har'oloth reist und in den Hinterhalt einer Drider gerät, endet schnell im Netz einer solchen und hängt dann kopfüber von der Decke einer Höhle ...


OT:

Wie schon zuvor gibt es Unterschiede zwischen den Dridern in AD&D und der 3E. Zunächst zu AD&D.
Vielen mag es komisch vorkommen, warum Lolth Drow in spinnenähnliche Wesen verwandelt, wo sie doch Spinnen so liebt. Allerdings ist dies leichter verständlich, wenn man die Hintergedanken - und die Regeln - kennt. Diese Drow werden einem Loyalitätstest unterzogen und wer sich als Häretiker oder ähnliches entlarvt, wird zu einem geschlechtslosen Dasein als genau das Wesen verdammt, das er mit seiner Ablehnung von Lolth so gehaßt oder abgelehnt hat. Darin besteht die Rache der Spinnenkönigin, die natürlich eine perfide Freude daran hat, daß ein Drider nun nicht nur getötet wird, weil er ein Drow war/ist, sondern zudem noch ein Wesen, das jeder Nicht-Drow sofort mit Lolth identifizieren würde. Dieses Bewußtsein dürfte selbst den stabilsten Verstand eines "frischen" Driders zermürben. Die Umwandlung findet zwischen der 6 und 7 Stufe statt, und im Regelfall werden alle Magier und ausgesuchte Priester dem Test unterworfen (wie mag Liriel Baenre ihn überstanden haben?), nicht selten auf einer von Lolth beherrschten Ebene im Abgrund oder den Demonwebs. Die Verwandlung selbst nehmen dann Priesterinnen unter der Aufsicht von Yochlol vor, die die Macht Lolths kanalisieren. Eine solche Verwandlung kann niemals ohne die Zustimmung von Lolth geschehen.
Die Werte des Drow werden - regeltechnisch - angepaßt, er besitzt Giftdrüsen, kann eventuell Netze spinnen und hat eine weitaus geringere Magieresistenz als normale Drow. Er (oder sie) behält alle Zauberfähigkeiten als Drow sowie in der Klasse, mit der er verwandelt wurde. Ob Priester immer noch Zauber von Lolth empfangen ist allerdings unklar, zumindestens können sie klerikale Magie anwenden. Drider befinden sich oft in Gesellschaft von anderen Spinnen, seltener anderer Drider. Sie hassen zumeist ihr Dasein und wenn sie es im Kampf gegen Drow beenden können, um so besser. Einige wenige Drider wurden auch auf anderen Ebenen gesichtet, wohl auf der Suche nach Mitteln und Wegen, ihre Verwandlung umzukehren. Ob sie eine ähnliche Lichtempfindlichkeit wie Drow haben ist bislang nicht geklärt worden.

Zur 3E. Der Vorgang und die Verwandlung wurden beibehalten, allerdings den Dridern einige Besonderheiten mitgegeben. So dürfen sie in allen (zutreffenden) Klassen aufsteigen, allerdings wechselt die favoured class zu sorcerer. Völlig gegensätzlich zu dem oben Stehenden, sehen nach einem jüngsten Beitrag auf den Monster Mayhem Seiten der Wizards Drider nun ihre Verwandlung als ein Geschenk Lolths an (zur Erinnerung: sie wurden verwandelt, weil sie eben jene Göttin abgelehnt oder verabscheut haben ...), sehen sich sozusagen als Elite. Und natürlich haben sie nun auch die Fähigkeit erlernt, andere Wesen in Drider-ähnliche Kreaturen zu verwandeln. Anders als den Drow wurden den Dridern alle "ehemaligen" zauberähnlichen Fähigkeiten gelassen, ebenso den Klerikern dieser "Rasse", was sehr verwunderlich ist.

In beiden Systemen gibt es den Zauber Spiderform, der unter anderem die Verwandlung in eine, ich würde mal sagen Drider-ähnliche Kreatur ermöglicht. Bei AD&D betraf dies nur andere Drow und nicht den Anwender, in der 3E ist diese Zauber ähnlich wie die Selbstverwandlung eine Druiden gehandhabt. Letzteres macht natürlich Sinn, da der Charakter TP zurückgewinnt und spezielle Eigenschaften, die Dridern eigen sind. Allerdings dürfte eine auf diese Art verwandelte Klerikerin anders aussehen als gewöhnliche Drider, da sonst vieles Gesagte ad absurbum geführt würde.

Quellen:
AD&D - The Drow of the Underdark, Monstrous Manual; 3E - FRCS, Monster Manual, Monster Mayhem - Drider Template.
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Daemona Kellner



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BeitragThema: Re: Was sind Drow , Part 2   Mi Jan 02, 2008 12:44 am

Die Drow im Mirwald

IT Story:

Entschuldigt meine längere Abwesenheit, eine Reise nach Karsoluthiyl stand an und ich bringe als Ausgleich einige interessante Neuigkeiten. Shar S'sambra, ein Anhänger des Selvetarm berichtete mir von seinem Zusammentreffen mit Dunkelelfen aus dem Mirwald, welches sehr abwechslungsreich war. Er begleitete seine Gemahlin aus dem Hause Tanor'Thal, einem mächtigen Handelshaus in eben jener Stadt westlich von dem Ort, den ihr Baldurs Tor nennt. Nun, diese Drow im Mirwald sind ein recht abgeschiedener und zugleich auch ungewöhnlicher Haufen, denn sie leben zum Teil an der Oberfläche und haben nur wenige unterirdische Lager. Die Gerüchte über die Anzahl gehen weit auseinander, ebenso wie über ihren Lebensstil. Meine Quelle spricht von zwei Hauptgruppen.

Der Großteil dieser Stämme, wie ich sie mal nennen möchte, lebt in den westlichen und nördlichen Ausläufern diese Waldes. Sie sind, nach Shars Aussagen, ein recht brutaler Zweig, weit unangenehmer als die meisten unserer Brüder und Schwestern, denn viele von ihnen verehren einen Gott der Zerstörung und Vernichtung, den sie Bhaelros nennen. Ein sogenannter "König der Drow" wird von den Anführern der 8 oder 10 Untergruppen gewählt, doch geht dort alles ziemlich chaotisch zu und nur in den seltensten Fällen gibt es wirkliche Treffen und Verhandlungen zwischen den einzelnen Stämmen. Alle haben eine Gemeinsamkeit, denn sie wollen sowohl von ihren Nachbarn in Ruhe gelassen werden, wie sie auch jene zumeist in Ruhe lassen. Wie mir Shar mitteilte, läßt sie der Pasha, also der Herrscher Calimshans, unbehelligt, da er um ihre Stärke weiß. Und das will schon etwas heißen.
Die zweite wichtige Gruppe aber lebt teilweise unterirdisch, ihre Siedlungen kenne ich mit Namen: Dallnothax, Holldaybim und Iskasshyoll Eine vierte ist erst vor ein paar Jahren zerstört worden, Allsihwann. Dies sind allesamt Unterschlüpfe für jene Häretiker, die sich Vhaeraun verschrieben haben und die meisten der Drow dort folgen Lolths Sohn. Das macht sie zu einem beliebten Ziel von den Verehrern der Dunklen Mutter, die aus der nicht allzu weit entfernten Tempelstadt Guallidurth kommen. Da Shar und seine Begleiter aber ein Stück auf der Oberfläche reisen mußten, schließe ich daraus, daß diese Gruppe die Zugänge zu den Tiefen des Unterreichs nun verschlossen hat. Dallnothax und Iskasshyoll haben einen recht patriarchalischen Anstrich, wohl wegen ihrer die Frauen verachtenden Religion. Holldaybim hingegen, die zugleich größte Ansiedlung, wird sowohl von Frauen als auch Männern angeführt. Shar meinte, daß die kleineren beiden Siedlungen und ihre Tempel für Vhaeraun, die "Hall of the Midnight Bloodshed" und das "Onyx Labyrinth", ohnehin nur dazu dienen, von dem wirklich großen und wichtigen Tempel abzulenken, der "Vault of the Cloaked Midnight". Die liegt irgendwo unter dem Berg Sarenegard, wie es wohl an der Oberfläche heißt. Für diese Information dürften die Anhänger der Dunklen Mutter so einiges bezahlen ...

OT:


Die Angaben zu den Drow aus dem Mirwald gehen zum Teil recht weit auseinander, wohl auch deshalb, weil die Quellen dazu ständig überarbeitet wurden und zeitlich weit auseinander liegen. Ähnlich wie jetzt in Cormanthor gefiel den Autoren von Empires of the Sands (1985) offenbar die Rückkehr einer schlagkräftigen Gruppe Drow in die dunklen Wälder Faeruns. Dort war (und ist?) jene Gruppe von Oberflächendrow anzutreffen, die den Gott Baelros anbeten und zeitweilig an die 80.000 gezählt haben sollen. Diese Zahl wurde allerdings später nach unten korrigiert (Tethyr - Land of Intrigue (1997)), so daß um das Jahr 1346 T.Z. herum dort etwa 6.500 Drow lebten. Nachdem man sie einige Zeit in Ruhe ließ - Allsihwann fiel Truppen der Elfensiedlungen Shilmista und Tethir sowie einer Armee Tethyrs zum Opfer - stieg ihre Zahl zwischenzeitlich auf etwa 12.000 an. Ständige Angriffe der Drow aus Guallidurth, welches etwas westlich von Calimhafen zu finden ist, sorgten allerdings dafür, daß die Zahlen sich wieder auf ein vierstelliges Niveau senkten. Interessanterweise greifen die Drow aus der Tempelstadt Lolth nur Dallnothax und Iskasshyoll an, lassen das gleichberechtigt regierte Holldaybim scheinbar in Ruhe (Demihuman Deities). Die letzten Quellen geben zudem an, daß ein Großteil der Drow des Mirwaldes nun Vhaeraunanhänger sind, nur etwa 25 % folgen keinem oder "noch finstereren" Göttern. Wenn Ihr Euch nun fragt, wer Bhaelros ist, so kann ich dem leicht abhelfen: die Bewohner Calimshans bezeichnen Talos, den Gott der Zerstörung und Stürme mit diesem Namen. Und die oben genannten Drow der 8 Stämme waren (und sind?) die mit Abstand schrecklichsten Verehrer dieses Gottes in jener Region, nach Aussagen der ältesten Quelle.
Dallnothax ist auch aus einem anderen Grund interessant, denn sowohl sein Anführer, Raaghar T'Enorgh (Drow Priester 10 von Vhaeraun), wie auch seine Frau Tleobar T'Enorgh (Drow Kämpferin 13 / Magierin 12) sind wichtige Agenten im Netz der Twisted Rune in jener Gegend.
Das FRCS der 3E vermeldet uns vorerst nur drei Siedlungen, alle nun vom Glauben der derzeit "in" ist: Vhaeraun.

Quellen:
"Empires of the Sands", "Tethyr - Lands of Intrigue", "Demihuman Deities"; 3E - "FRCS"
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Daemona Kellner



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BeitragThema: Re: Was sind Drow , Part 2   Mi Jan 02, 2008 12:46 am

so...
Das wars für erste mit dem "kleinen" ausflug ins AD&D / D&D der Drow.

Ich hoffe euch hat der ausflug genausoviel spass gemacht wie mir.

Aluve'
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Was sind Drow , Part 2
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